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Im Zusammenhang mit einer vorangegangenen SARS-CoV-2-Infektion sind zahlreiche mögliche gesundheitliche Langzeitfolgen beobachtet worden. Hierzu zählt eine Vielfalt körperlicher, kognitiver und psychischer Symptome, welche die Funktionsfähigkeit im Alltag und Lebensqualität negativ beeinflussen. Die Beeinträchtigungen treten entweder bereits in der akuten Erkrankungsphase auf und bleiben längerfristig bestehen, oder sie treten im Verlauf von Wochen und Monaten nach der Infektion (wieder) auf.
Dabei wird über sehr unterschiedliche Symptome berichtet, die allein oder auch in Kombination auftreten und von sehr unterschiedlicher Dauer sein können. Bislang lässt sich daher kein einheitliches Krankheitsbild abgrenzen. Zudem sind die zugrundeliegenden Mechanismen noch nicht geklärt, wobei Erkenntnisse hierzu dank intensiver Forschung fortlaufend hinzukommen.
Wie Long Covid entsteht, ist bislang noch nicht bekannt. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) gibt es in der Forschung Hinweise auf unterschiedliche mögliche Ursachen. Dazu zählen zum Beispiel:
Die Ursachen von Long Covid müssen noch weiter erforscht werden. Das RKI fasst die wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Long Covid in seinen Fragen und Antworten zusammen.
Seit dem 1. Juli 2024 können Betroffene sowie deren Angehörige das telefonische Beratungsangebot des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW von montags bis freitags in der Zeit von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr in Anspruch nehmen. Mit der kostenlosen Hotline sollen Betroffene und ihre Angehörigen eine bessere Unterstützung erhalten und ausführlich zu vielfältigen sozialrechtlichen Themen wie Rente, Pflege und Leistungen der Krankenversicherung beraten werden. Das Angebot erfolgt in Kooperation mit der Deutschen Rentenversicherung Westfalen.
Das neu geschaffene Angebot kann niedrigschwellig in Anspruch genommen werden und ermöglicht eine unabhängige Beratung. Betroffene und Angehörige sollen dabei unterstützt werden, geeignete Anlaufstellen für ihre Anliegen zu finden. Es erfolgt keine medizinische Beratung, sodass der Kontakt zur Beratungshotline den ärztlichen Kontakt nicht ersetzt.
Hotline 0800 / 238 1000
Die Clearingstelle Impfschäden bietet den Betroffenen eine Anlauf-, Kontakt und Vermittlungsstelle. Sie unterstützt bei der Klärung und Bearbeitung behördlicher Angelegenheiten, die im Zusammenhang mit einer möglichen Erkrankung nach einer Corona-Schutzimpfung stehen. Auch bei Problemen mit der medizinischen Versorgung kann die Clearingstelle kontaktiert werden. Die Clearingstelle Impfschäden ist ein niedrigschwelliges, kostenfreies und unverbindliches Angebot für Betroffene, die ihren Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen haben.
„Menschen, die nach einer COVID-19-Schutzimpfung gesundheitliche und wirtschaftliche Belastungen erleben, dürfen mit ihren Sorgen nicht allein sein. Mit der Clearingstelle Impfschäden schaffen wir eine kostenlose Anlaufstelle, die zuhört, unterstützt und Orientierung bietet. Unser Anliegen ist es, Betroffene im Rahmen der bestehenden rechtlichen Möglichkeiten individuell zu begleiten und gemeinsamen mit den zuständigen Stellen tragfähige Lösungen für den Einzelfall zu finden“, erklärt Gesundheits- und Sozialminister Laumann.
In persönlichen Gesprächen werden bestehende gesundheitliche Belastungen ebenso wie wirtschaftliche Herausforderungen erfasst und eingeordnet. Auf dieser Grundlage werden Betroffene bedarfsgerecht auf mögliche Unterstützungsangebote hingewiesen und beim weiteren Vorgehen begleitet.
Sofern gewünscht, wirkt die Clearingstelle auch in kooperativer Weise darauf hin, gemeinsam mit den jeweils zuständigen Sozialleistungsträgern tragfähige Lösungen für den konkreten Einzelfall zu finden. Dabei steht nicht die rechtliche Bewertung einzelner Ansprüche im Vordergrund, sondern die unterstützende Vermittlung zwischen den Beteiligten.
Erreichbarkeit
Montag, Dienstag und Donnerstag 10 – 12 Uhr
Dienstag von 17 – 19 Uhr
Tel: 0211-855 4333
E-Mail: clearingstelle-impfschaeden@mags.nrw.de
Es erfolgt keine medizinische Beratung, sodass der Kontakt zur Clearingstelle den ärztlichen Kontakt nicht ersetzen kann. Eine Vermittlung an Ärztinnen und Ärzte ist weiterhin durch das Regelsystem möglich – hierzu kann Kontakt mit der Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein bzw. der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe oder unter der Telefonnummer 116 117 aufgenommen werden.
Allgemeine Informationen zu den Krankheitsbildern
Informationen zur ärztlichen Versorgung und Selbsthilfe
Fragen und Antworten zur Post- bzw. Long-Covid, dem Post-Vac-Syndrom und ME/CFS
Nützliche Links und Webseiten zum Thema
S1-Leitlinie Long/ Post-Covid – Living Guideline der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachangestellten (AWMF) e. V.
Wissenswertes für Ärztinnen und Ärzte und Behandelnde des Bundesministeriums für Gesundheit
4. Runder Tisch Long COVID des Bundesministeriums für Gesundheit vom 17.09.2024
Ärztekammer fordert Verbesserung in der Behandlung von Post-Covid-Erkrankten Positionspapier der ÄKWL
Informationsportal des RKI zu Long COVID