Aktuelles

  Befragung der Auszubildenden
Auch in diesem Jahr hat die Ärztekammer Westfalen-Lippe wieder die MFA-Auszubildenden, die ihre Zwischenprüfung abgelegt haben, gefragt, wie zufrieden sie mit ihrer Ausbildung sind. 1537 von ihnen haben an der Umfrage teilgenommen. Die Ergebnisse finden Sie hier.


  Online-Umfrage: "Humor und Wohlbefinden bei MFA"

Im Rahmen eines Forschungsprojektes am Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB, in Bonn) führe Julia Raecke eine Studie zum Thema „Humor und Wohlbefinden bei MFA“ durch, für die sie MFA sucht, die in einer anonymen Umfrage Fragen nach dem Umgang mit Humor und dem Wohlbefinden im Beruf beantworten.
Weitere Informtionen zu der Studie und den Link zur Umfrage finden Sie in diesem Flyer.


Ärztekammer zeichnet prüfungsbeste Medizinische Fachangestellte und Fachwirtinnen aus: Mehr als 1800 Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer – 72 erzielten Höchstnoten

Zu einer Feierstunde im Ärztehaus Münster lud die Ärztekammer Westfalen-Lippe die prüfungsbesten Medizinischen Fachangestellten und Fachwirtinnen für ambulante medizinische Versorgung ein.

Mehr als 1.800 Auszubildende für den Beruf der Medizinischen Fachangestellten (MFA) haben sich seit November letzten Jahres in Westfalen-Lippe ihrer Abschlussprüfung gestellt. 72 von ihnen zählen zu den Prüfungsbesten, die die Höchstnote „Sehr gut“ erreichten. Die Ärztekammer Westfalen-Lippe zeichnete sie jetzt für ihre außergewöhnliche Leistung aus: Im Ärztehaus in Münster gratulierte Dr. med. Hans-Peter Peters, Beauftragter der Ärztekammer für die Ausbildung Medizinischer Fachangestellter, den neuen MFA und überreichte Urkunden und Buchpräsente. Glückwünsche galten zudem sieben Fachwirtinnen und -wirten für ambulante medizinische Versorgung: Sie hatten die Abschlussprüfung ihrer Aufstiegsfortbildung ebenfalls mit Höchstnoten absolviert.

Zur Sommerprüfung an den 34 Berufskollegs im Kammerbezirk waren 1.526 Auszubildende für den MFA-Beruf gemeldet, bei der vorangegangenen Winterprüfung waren es 330. Die erfolgreiche Prüfung eröffne den Start in das außerordentlich vielfältige Berufsleben der Medizinischen Fachangestellten, erläuterte Ausbildungsbeauftragter Dr. Peters. Denn MFA seien nicht nur Bezugsperson für Patientinnen und Patienten, sondern übten als „rechte Hand“ von Ärztin und Arzt auch eine sehr verantwortungsvolle Tätigkeit aus. Die Zusammenarbeit unterschiedlicher Berufsgruppen in der Arztpraxis sei nicht nur ein Schlagwort, sondern gelebte Realität und Voraussetzung für den Behandlungserfolg.

Die Ärztekammer Westfalen-Lippe betreut nach dem Berufsbildungsgesetz die dreijährige Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten. Die anspruchsvolle Ausbildung vermittle umfangreiches fachliches Wissen, betonte Dr. Peters. Er dankte den Ärztinnen und Ärzten, die ihre Auszubildenden engagiert zum Abschluss geführt hätten, aber auch den Berufskollegs in Westfalen-Lippe, mit denen die Ärztekammer eng und konstruktiv zusammenarbeite.

Medizinischen Fachangestellten stehen verschiedenste Möglichkeiten beruflicher Entwicklung offen: Die Qualifikation als Entlastende Versorgungsassistentin (EVA) in Hausarzt- und Facharztpraxen als eine von 36 möglichen Spezialisierungsqualifikationen gehört ebenso dazu wie die Aufstiegsfortbildung zur Fachwirtin bzw. zum Fachwirt für ambulante medizinische Versorgung.

Fotogalerie der Prüfungsbesten


  Hinweis zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht
Hier finden Sie Informationen zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht ab dem 15. März 2022 (§ 20a Infektionsschutzgesetz).


  Befragung zur Ausbildungszufriedenheit: Ergebnisse online

Die ÄKWL hat den MFA-Auszubildenden, die in diesem Jahr ihre Zwischenprüfung abgelegt haben, zum fünften Mal Fragen zu ihrer Ausbildungssituation gestellt. Die Ergebnisse der Umfrage sind nun hier einzusehen.


  Änderungstarifvertrag zum 01.08.2021

Der Änderungstarifvertrag Nr. 1 zum Manteltarifvertrag vom 08.12.2021 für Medizinische Fachangestellte/Arzthelferinnen ist am 01.08.2021 in Kraft getreten.


  Umfrageergebnisse "Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Ausbildung von Medizinischen Fachangestellten" jetzt online

Um einen Einblick in die pandemiebedingten Veränderungen in Betrieb und Berufsschule zu erhalten, wurde im Herbst 2020 vom Bundesinstitut für Berufsbildung eine Umfrage mit 1253 Auszubildenden durchgeführt, deren Ergebnisse nun vorliegen. Diese finden Sie unter https://www.bibb.de/de/134677.php


  Tarifabschluss 2020: sechs Prozent mehr Gehalt für MFA ab Januar

Die Gehälter der Medizinischen Fachangestellten sollen bis 2023 um insgesamt zwölf Prozent steigen. Darauf haben sich die Tarifparteien – der Verband medizinischer Fachberufe e. V. und die Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen/Medizinischen Fachangestellten (AAA) – im Dezember geeinigt. Der Tarifvertrag enthält drei Stufen: Zunächst steigen die Gehälter ab 1. Januar 2021 um sechs Prozent. Zum 1. Januar 2022 folgen weitere drei Prozent und zum 1. Januar 2023 ein Plus von 2,6 Prozent. Der Tarifvertrag gilt bis zum 31. Dezember 2023.

Drei Stufen wurden auch für die Ausbildungsvergütungen vereinbart. Diese erhöhen sich ab 1. Januar 2021 im ersten Ausbildungsjahr von bisher 865 auf 880 Euro, im zweiten Ausbildungsjahr von 910 auf 935 Euro und im dritten von 960 auf 995 Euro. Ab 2022 betragen die Ausbildungsvergütungen in den drei Ausbildungsjahren 900, 965 bzw. 1.035 Euro und ab 2023 jeweils 920, 995 bzw. 1.075 Euro. Darüber hinaus steigt im Jahr 2022 die Sonderzahlung ab dem zweiten Jahr der Betriebszugehörigkeit von 65 auf 70 Prozent des regelmäßigen Bruttomonatsgehalts.

Abgeschlossen wurde zudem ein Tarifvertrag zur Kurzarbeit für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021. Der Vertrag ist angelehnt an die Regelungen des öffentlichen Dienstes und enthält unter anderem die Aufstockung zum Kurzarbeitergeld auf 80 Prozent des Nettoentgelts, den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und die Wiedereinstellung bei befristeten Arbeitsverträgen.

  Manteltarifvertrag für Medizinische Fachangestellte/Arzthelferinnen
  Gehaltstarifvertrag für Medizinische Fachangestellte/Arzthelferinnen
  Tarifvertrag zur Regelung der Kurzarbeit für Medizinische Fachangestellte/Arzthelferinnen
  Gemeinsame Pressemitteilung von AAA und Verband medizinischer Fachberufe e. V.


  Tipp für den praktischen Prüfungsteil und zur Vorbereitung
Auch wenn es sich um eine praktische Prüfung handelt, ist Ihr Redeanteil immens wichtig! Erläutern Sie dem Prüfungsausschuss Ihre Handlungsschritte und zeigen Sie auch, dass Sie mit dem „Patienten“ situationsgerecht kommunizieren können. Es ist in der aktuellen Situation nicht abwegig, dass auf körpernahes Prüfen verzichtet wird. Dann beschreiben Sie die praktische Durchführung, beispielsweise die manuelle Blutdruckmessung.
Und: Achten Sie auch in der Prüfungssituation auf eine hygienische Arbeitsweise, auch dann, wenn Sie praktische Tätigkeiten nur verbaliseren.

Nutzen Sie Alltagssituationen in der Praxis, um die Kommunikation und das Handling für die Prüfungssituation zu üben. Erklären Sie Ihren Kolleginnen und/oder Ausbildenden Ihre Handlungsschritte. Achten Sie im Gespräch mit dem Patienten/der Patientin darauf, dass Sie die fachlichen Details so vereinfachen, dass sie auch verständlich sind. 

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

Weitere Informationen und Hinweise zur Abschlussprüfung finden Sie hier.


Aus Infektionsschutzgründen dürfen Auszubildende nicht an der Abschlussprüfung bzw. an dem Prüfungsteil (schriftlich und/oder praktisch) teilnehmen, wenn:

- sie selbst mit dem Corona-Virus infiziert sind und/oder
- sie zum Zeitpunkt der Prüfung bzw. des jeweiligen Prüfungsteils unter Quarantäne stehen
- sie die Krankheitssymptome Fieber, Husten, Atemnot oder Gliederschmerzen haben.

In den o. g. Fällen liegt ein wichtiger Grund für die Nichtteilnahme vor, der der Ärztekammer unverzüglich mitzuteilen und nachzuweisen ist.
Download Coronavirus-Selbstauskunft


   Förderung von Ausbildungsbetrieben
Das Förderprogramm des Bundes „Ausbildungsplätze sichern“ soll das bisherige Ausbildungsniveau aufrecht erhalten und neue Ausbildungskapazitäten schaffen. Dabei werden mit der Ersten Förderrichtlinie kleine und mittlere Betriebe in der aktuell wirtschaftlich schwierigen Situation durch Zuschüsse unterstützt. Weitere Informationen, die Förderrichtline und die Antragsformulare finden Sie hier: https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern


   Coronavirus: arbeitsrechtliche Auswirkungen
Lesen Sie hier Hinweise des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu arbeitsrechtlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie.