Abrechnungsempfehlung während der COVID-19-Pandemie: geänderter Geltungszeitraum

Geänderter Geltungszeitraum der Analogabrechnungsempfehlung von der Bundesärztekammer (BÄK), dem PKV-Verband und den Trägern der Kosten in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen nach beamtenrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Länder für die Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen  und für die gemeinsame Abrechnungsempfehlung von der BÄK, der BPtK, dem PKV-Verband und den Beihilfekostenträgern zu telemedizinischen Leistungen bei Erbringung im Rahmen der COVID-19-Pandemie:

Die Bundesärztekammer hat mit dem PKV-Verband und den Trägern der Kosten in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen nach beamtenrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Länder für die Analogposition für die Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie eine Änderung des Geltungszeitraums beschlossen. Die Analogabrechnungsempfehlung zur Nr. 245 GOÄ gilt ab dem 09.04.2020 bis zum 30.09.2020.

Darüber hinaus wurde von der BÄK, der BPtK, dem PKV-Verband und den Beihilfekostenträgern die Verlängerung des Geltungszeitraums, bis zum 30.09.2020, für telemedizinische Leistungen bei Erbringung im Rahmen der COVID-19-Pandemie beschlossen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Veröffentlichungen der Bundesärztekammer:

  Coronavirus SARS-CoV-2 (Informationen der BÄK) 
  Erläuterungen zu den Abrechnungsempfehlungen zur Berechnung von ärztlichen Leistungen im Rahmen der COVID-19-Pandemie (Informationen der BÄK)
  Abrechnung ärztlicher Leistungen nach GOÄ im Rahmen der SARS-CoV-2-Pandemie vom 07.05.2020 (Informationen der BÄK)

Bei Fragen können Sie sich gerne an das Referat GOÄ der Ärztekammer Westfalen-Lippe wenden:
 Tel.: 0251 929-2031 oder 0251 929-2032.


Fortbildungsangebote

  COVID-19: Online-Schulung für Ärztinnen und Ärzte
Die Akademie für medizinische Fortbildung der ÄKWL und der KVWL bietet in Zusammenarbeit mit dem Trainingszentrum des Universitätsklinikums Münster eine kostenfreie eLearning-Schulung zum Thema "COVID-19" an.

Inhalte u. a.:

  • Therapieempfehlungen
  • Hygienische Maßnahmen
  • Notfallsonographie/Lungensonographie
  • Bauchlage sicher anwenden

  Informationsflyer 
  Anmeldung


   eLearning: Umgang mit SARS-CoV-2 in der ambulanten und stationären Versorgung
Die Akademie für medizinische Fortbildung der ÄKWL und KVWL bietet im öffentlichen Bereich der elektronischen Lernplattform ILIAS ein eLearning zum Umgang mit SARS-CoV-2 in der ambulanten und stationären Versorgung an. In dem virtuellen Kursraum finden Sie eine strukturierte und gefilterte Informationsplattform, über die Sie sich über das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 und die durch verursachte Erkrankung COVID-19 informieren können.

Über folgenden Link https://ilias.aekwl.de/goto.php?target=crs_74338&client_id=aekwl gelangen Sie dort hin.


  Online-Fortbildungen der Ärztekammer des Saarlandes
Seit dem 5. März 2020 stellt die Ärztekammer des Saarlandes in Zusammenarbeit mit der KV Saarland und dem Ministerium in regelmäßigen Abständen Online-Fortbildungen zu COVID-19 zur Verfügung.
  Zu den Video-Updates

Außerdem hat die Ärztekammer eine FAQ-Liste mit Hinweisen zusammengestellt, die aus Rückfragen der saarländischen Ärztinnen und Ärzten zu den Video-Updates entstanden sind.
  Zur FAQ-Liste


Freiwillige gesucht

Sie werden gebraucht! 
Zur Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen in der Corona-Krise sucht die Ärztekammer Westfalen-Lippe Kammermitglieder, die freiwilliige ärztliche Hilfe an verschiedenen Stellen in der Gesundheitsversorgung leisten möchten. Gebraucht wird unter anderem Unterstützung in Tätgikeitsfeldern ohne Ansteckungsrisiko wie die telefonische Beratung oder die Kontaktpersonennachverfolgung in den Gesundheitsämtern, aber auch in ambulanten Diagnosezentren oder Praxen und Kliniken.

Wenn Sie sich engagieren möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten und dem gewünschten Tätigkeitsgebiet an:
 E-Mail: antwort-coronavirus@aekwl.de


NRW-Soforthilfe 2020

Um den Schaden für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen in Folge der Corona-Krise abzufedern, hat der Bund ein Soforthilfeprogramm Corona aufgelegt. Die Landesregierung hat beschlossen, das Angebot des Bundes 1:1 an die Zielgruppen weiterzureichen. Anträge können auch von Angehörigen der Freien Berufe mit bis zu 50 Beschäftigten (umgerechnet auf Vollzeitkräfte) gestellt werden. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020.


Informationen

Für Ärztinnen und Ärzte


Handreichung zur Testung auf SARS-CoV-2
Dort, wo besonders gefährdete Personengruppen geschützt werden müssen und größeren Infektionsausbrüchen durch schnelles Handeln entgegengewirkt werden kann, sollten Testungen auf SARS-CoV-2 erfolgen. Das NRW-Gesundheitsministerium hat eine Handreichung erarbeitet, die Empfehlungen für verschiedene Fallkonstellationen gibt und die damit verbundenen Kostenübernahmen darstellt. Die Handreichung richtet sich vor allem an den Öffentlichen Gesundheitsdienst und wird regelmäßig aktualisiert.

COVID-Guide
Mit der vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) mitentwickelten, kostenlosen Webapplikation können Patienten ihre gesundheitliche Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus selbst qualifiziert ersteinschätzen. Der COVID-Guide kann auch dabei helfen, Patienten zu Hause zu begleiten und so frühzeitig das Auftreten von spezifischen Alarmsymptomen zu erkennen.

S1-Handlungsempfehlung
Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin hat Empfehlungen für den Umgang mit der Covid-19-Pandemie in der hausärztlichen Praxis herausgegeben.

Leitfaden für ambulant tätige Ärzte
Sechs medizinische Fachgesellschaften haben eine "Ambulante patienten-zentrierte Vorausplanung für den Notfall – Ein Leitfaden aus Anlass der Covid-19-Pandemie" zur Verfügung gestellt, um "Entscheidungen über lebenserhaltende Maßnahmen im Vorfeld durch qualifizierte Gesprächsbegleitung transparent und verlässlich zu klären und unmissverständlich zu dokumentieren".

SARS-CoV-2 und Berufshaftpflichtversicherung

Marburger Bund: FAQ: Was angestellte Ärztinnen und Ärzte jetzt wissen müssen

Kurzarbeit in Arztpraxen
Virchowbund gibt Hinweise

Versicherungsschutz und Empfehlungen
Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) stellt auf ihrer Website unter u. a. Angaben zum Versicherungsschutz, zu Präventionsmaßnahmen und Mutterschutz sowie Infos und Handlungsempfehlungen für einzelne Branchen zur Verfügung.  

Coronavirus: Arbeitsrechtliche Auswirkungen 
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat FAQs zu arbeitsrechtlichen Auswirkungen zusammengetragen.

KBV: Kurzübersicht Sonderregelungen
In der thematisch geordneten Übersicht zu den Sonderregelungen für die ambulante Versorgung wird jede Maßnahme kurz erläutert. Zudem ist aufgeführt, bis wann die Regelung gültig ist.

Für Kliniken/medizinische Einrichtungen


Haben Sie Bedarf an Hilfe von Medizinstudierenden? Die Gruppe "Medizinstudierende vs. COVID-19" sammelt Gesuche von medizinischen Einrichtungen und veröffentlicht diese auf der Website www.medis-vs-covid19.de, sodass sich Medizinstudierende schnell und übersichtlich informieren können, wo aktuell Hilfe benötigt wird.

Marburger Bund: Mehrfachverwendung von Mundschützen und Ablegen von Schutzkleidung – eine Anleitung

Für Patientinnen und Patienten


Informationen in Leichter Sprache und Gebärdensprache
Hygienetipps (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)

Weitere Informationsquellen


Dies ist eine Auswahl an Informationen. Weitere Materialien bieten die Internetseiten des RKI, MAGS, das Bundesgesundheitsministerium und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.


Meldung von Verdachtsfällen

Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Meldung von Verdachtsfällen von COVID-19

Der Verdacht auf COVID-19 ist begründet, wenn bei Personen mindestens eine der beiden folgenden Konstellationen vorliegt:

 1.  Personen mit akuten respiratorischen Symptomen jeder Schwere oder unspezifischen allgemeinsymptomen UND Kontakt mit einem bestätigten Fall von COVID-19

 2.  Auftreten von zwei oder mehr Lungenentzündungen (Pneumonien) in einer medizinischen Einrichtung, einem Pflege- oder Altenheim, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird, auch ohne Vorliegen eines Erregernachweises.

Bei diesen Personen sollte eine diagnostische Abklärung erfolgen.


Gemeinsames Vorgehen zur Versorgung der NRW-Bevölkerung

Die ärztlichen Körperschaften in Nordrhein-Westfalen (NRW), die Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe, die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) Nordrhein und Westfalen-Lippe sowie die örtlichen Gesundheitsbehörden und das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW (MAGS) arbeiten bei der Eindämmung des neuartigen Coronavirus in NRW eng zusammen, um die medizinische Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen und die Menschen im Land bestmöglich zu informieren.

Lesen Sie hier eine gemeinsame Pressemitteilungen mit Hinweisen für Patienten:
Coronavirus: gemeinsames Vorgehen zur Versorgung der NRW-Bevölkerung

Informationen zu den aktuellen Entwicklungen zum neuartigen Virus hält auch die Seite des Robert Koch-Instituts (RKI) und das MAGS für Sie bereit. Weitere nützliche Hinweise bietet zudem die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) sowie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.