Topthemen der aktuellen Ausgabe

Editorial

Notfallversorgung gelingt nur gemeinsam – Ärzteschaft darf sich vor Reform nicht spalten lassen

Über die Bewältigung diverser Pandemiewellen und Impfkampagnen droht ein Großprojekt in Vergessenheit zu geraten, das Anfang des vergangenen Jahres noch für Furore sorgte: die Reform der Notfallversorgung. Man wolle sich wegen Corona lieber mehr Zeit lassen, nahm Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Herbst 2020 das Tempo aus der durchaus kontroversen Debatte um die Gestaltung von Versorgungswegen und -zuständigkeiten. Seither ist das Thema weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden. Was in der auslaufenden Legislaturperiode längst in trockenen Tüchern sein sollte, könnte es nun sogar als gesundheitspolitisches Wahlkampfthema zu neuer Aufmerksamkeit bringen. Man darf gespannt sein, wie sich die Parteien in dieser wichtigen Frage der Daseinsfürsorge positionieren – sicher ein Thema beim Westfälischen Ärztetag, zu dem alle Kammerangehörigen am 27. August 2021 eingeladen sind, um sich im Vorfeld der Bundestagswahl aus erster Hand über gesundheitspolitische Pläne und Perspektiven zu informieren und mit Vertretern von Parteien zu diskutieren. [mehr]


Titelthema

Auch ohne Pandemie viel Druck im Gesundheitswesen – Frühjahrssitzung der Kammerversammlung

Digitalisierung und Notfallreform, Bundestagswahlkampf und Satzungsfragen: Auch ohne das Dauerthema Pandemie hätte die Kammerversammlung bei ihrer Frühjahrssitzung genügend Stoff für Diskussionen gehabt. Doch am Corona-Virus und seinen Folgen kamen die Delegierten auch am 19. Juni nicht vorbei – besonders Gesundheit und Schutz von Kindern- und Jugendlichen standen im Fokus der Aufmerksamkeit (siehe Pressemitteilung "Impfen alleine hilft Kindern und Jugendlichen nicht aus der Pandemie"). [mehr]


Titelthema

Dringend gesucht: Kinderärzte für Malawi – ÄKWL kann Projekteinsatz als Weiterbildungszeit anerkennen

Neun Millionen Kinder – und (fast) keine Kinderärzte: In Malawi sind 46 Prozent der Bevölkerung jünger als 15 Jahre, doch das südostafrikanische Land zählt gerade einmal rund 20 Pädiater. „Paediatricians for Malawi“ heißt das Projekt, das ein erster Schritt heraus aus diesem Versorgungs-Dilemma sein könnte. Prof. Dr. Ralf Weigel und seine Projektpartner laden Ärztinnen und Ärzte aus Westfalen-Lippe in der Weiterbildung zum Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin ein, sechs Monate in Malawi zu arbeiten. Auf die Freiwilligen warten vielfältige Herausforderungen – und auch die Möglichkeit, die Zeit im Auslandseinsatz durch die Ärztekammer Westfalen-Lippe für die Weiterbildung anerkennen zu lassen. [mehr]


Aktuelle Ausgabe

Zur aktuellen Ausgabe

Themen:

Kammerversammlung _ Auch ohne Pandemie viel Druck im Gesundheitswesen
Ärztlicher Zusammenschluss gegen Hausarztmangel _ Junge Ärzte
Jetzt Medizinische Fachangestellte ausbilden _ Ausbildungsverträge
Dringend gesucht: Kinderärzte für Malawi _ Projekteinsatz und Weiterbildung