Mit einer Organspende Leben schenken - Windhorst wünscht sich für Kranke „zweiten Geburtstag durch Organtransplantation“

Anlässlich des Tages der Organspende am (morgigen) Samstag appelliert die Ärztekammer Westfalen-Lippe an die Bevölkerung, sich mit dem Ausfüllen eines entsprechenden Spenderausweises zur Organspende bereit zu erklären. Kammerpräsident Dr. Theodor Windhorst verweist darauf, dass immer noch täglich drei Menschen sterben, die auf der Warteliste für ein neues Organ stehen. „Das sind jährlich tausend traurige Schicksale, das dürfen wir nicht einfach so akzeptieren. Es wäre schön, wenn wir schwer kranken Menschen durch eine Organtransplantation einen zweiten Geburtstag bescheren könnten. Mit Organen können wir Leben schenken.“

Windhorst engagiert sich seit langem für die Steigerung der Organspendezahlen. Er setzt dabei insbesondere auf die Information der Bevölkerung. Nur wer umfassend über dieses sensible Thema mit Informationen und Wissen versorgen sei, könne eine Entscheidung für die Organspende und damit für den Mitmenschen treffen. „Durch Aufklärung erreichen wir, dass Ängste abgebaut werden und die Menschen sich mit diesem höchst emotionalen Thema auseinandersetzen.“

Dass dies dringend notwendig ist, zeigt die aktuelle Entwicklung der Organspendezahlen: eine leichte Stagnation ist zu beobachten. Nach Informationen der Deutschen Stiftung Organtransplantation brachte das vergangene Jahr keine deutliche Steigerung der Organspenden in Deutschland. Die Zahl der Organspender pro eine Million Einwohner hat sich mit 14,9 gegenüber dem Vorjahr (14,6) kaum verändert. Auch der positive Trend der letzten Jahre bei den Organspenden in Nordrhein-Westfalen ist vorerst gestoppt. Im vergangenen Jahr gab es 259 Spenden, 2008 waren es 258 Spenden. Die Jahre zuvor konnten jeweils deutliche Steigerungen in NRW verzeichnet werden.