Künstlerin malt und verkauft Aquarelle für die Erforschung seltener Stoffwechselkrankheit - Helga Dyck präsentiert „Claras Traum” im Ärztehaus in Münster

Weitläufige Landschaften, farbenfrohe Tier-Motive, vielfältige Pflanzenwelten - Helga Dycks Werke sind fröhlich und bunt und dennoch steht hinter ihnen eine bewegende Geschichte. Die Künstlerin malt und verkauft Aquarelle für die Erforschung einer seltenen Erbkrankheit.

Weitläufige Landschaften, farbenfrohe Tier-Motive, vielfältige Pflanzenwelten - Helga Dycks Werke sind fröhlich und bunt und dennoch steht hinter ihnen eine bewegende Geschichte. Die Künstlerin malt und verkauft Aquarelle für die Erforschung einer seltenen Erbkrankheit, an der ihre Enkeltochter Clara 2011 gestorben ist. Bis Ende August präsentiert die Künstlerin eine Auswahl ihrer Bilder im Ärztehaus in Münster.

Als Helga Dyck vor einigen Jahren ihre Bilder zum ersten Mal ausstellte, hatte sie einen Traum: Mit den Verkaufserlösen aus ihrer Kunst wollte sie ihrer Enkeltochter das Leben retten. „Ich wollte helfen, aber nicht um Spenden betteln“, erzählt die Löhner Künstlerin, denn Clara litt an NCL (Neuronale Ceroid Lipofuszinose), eine bis heute unheilbare Stoffwechselkrankheit, an der in Deutschland etwa 300 bis 400 Kinder erkrankt sind. Im Alter von zehn Jahren starb ihre Enkelin, aber Helga Dyck lebt „Claras Traum” weiter und setzt sich mit ihrer Kunst aktiv für die Forschungsförderung von NCL ein. „Ich male für alle anderen erkrankten Kinder und ihre Familien.“ Denn die Krankheit ist kaum bekannt und das macht die Entwicklung von Therapien schwierig. Jeder Euro aus Dycks Kunst-Verkäufen fließt deshalb in die Erforschung der NCL und in die NCL-Gruppe Deutschland e. V.

Die Ausstellung „Claras Traum” in der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Gartenstraße 210-214, 48147 Münster, ist bis Ende August montags bis donnerstags von 8.00 bis 17.00 Uhr und freitags von 8.00 bis 13.30 Uhr geöffnet. Nähere Informationen gibt es auch unter www.claradyck.de und www.ncl-deutschland.de.

 

 

Helga Dycks „Claras Traum” (Bild rechts) stellt die an NCL erkrankte Enkelin schlafend dar — das Aquarell gibt der Ausstellung ihren Titel und ist das einzige Unverkäufliche der Löhner Künstlerin. Mit der Ausstellung in Münster möchte sie über die Krankheit informieren, aber auch Gelder für die Forschung von NCL und die Entwicklung von Therapien sammeln (Foto: Meiko Haselhorst).