Kammerpräsident Gehle wirbt für Corona-Impfungen durch und in Privatpraxen

In einem Schreiben an den Bundesgesundheitsminister hat sich der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Hans-Albert Gehle, dafür eingesetzt, die Corona-Impfverordnung dahingehend zu ändern, dass auch Impfungen durch und in Privatpraxen möglich sind.

Auszüge aus dem Schreiben:

"Im Sinne der ausdrücklich gewünschten schnellen Durchimpfung der Bevölkerung (natürlich entsprechend der in der Impfverordnung vorgesehenen Reihenfolge der Priorisierung) wäre die Einbeziehung der Privatpraxen und Betriebsärztinnen und -ärzten hochgradig sinnvoll. Ebenso wie die Vertragsärztinnen und Vertragsärzte kennen die in den Privatpraxen tätigen Ärztinnen und Ärzte ihre Patientinnen und Patienten am besten und können in Gesprächen sicherlich auch Zweifel an der Impfung abbauen, die durch die Berichterstattung in den letzten Tagen nachvollziehbar entstanden sind. (...) Unverständlich ist für mich daher, warum Ihr Haus in der „Allgemeinverfügung zur Sicherstellung der flächendeckenden Verteilung von Impfstoffen gegen COVID-19 an Arztpraxen“ vom 31. März 2021 privatärztliche Praxen und Betriebsärzte ausdrücklich von der Belieferung durch Apotheken ausnimmt und sogar explizit darauf hinweist, dass Verstöße gegen die Verordnung mit einem Bußgeld belegt werden. (...) Warum Privatärztinnen und Privatärzte und vor allem die ihnen sich anvertrauenden Patientinnen und Patienten damit schlechter gestellt werden, als Vertragsärztinnen und Vertragsärzte und deren Patienten, erschließt sich nicht. Dies widerspricht der eigentlich ja beabsichtigten schnellen Durchimpfung und stellt die durch Privatärzte versorgten Patienten und Patientinnen eindeutig schlechter. (...) Aus meiner bisherigen Sicht bitte ich Sie dringend, die in der Allgemeinverfügung und der Corona-Impfverordnung mit Blick auf die Privatpraxen und Betriebsärzte getroffenen Regeln zu revidieren und sie den Vertragsarztpraxen gleichzustellen."

Das vollständige Schreiben finden Sie hier.