Kammerpräsident begrüßt Bündnis JUNGE ÄRZTE und bietet Zusammenarbeit an - Windhorst: „Junge Ärztinnen und Ärzte sind die Zukunft einer guten Patientenversorgung“

„Ich freue mich, dass junge Ärztinnen und Ärzte bereit sind, sich im Bündnis JUNGE ÄRZTE neben den bereits bestehenden Verbänden für die eigenen ärztlichen Belange zu engagieren.“ Mit diesen Worten begrüßt der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL), Dr. Theodor Windhorst, die Gründung des Bündnisses JUNGE ÄRZTE, das Ende des vergangenen Jahres in Berlin ins Leben gerufen wurde und jetzt erneut an die Öffentlichkeit getreten ist. Dabei handelt es sich um ein interdisziplinäres, verbands- und fachgesellschafts-übergreifendes Bündnis junger Ärztinnen und Ärzte, die sich gemeinsam dafür einsetzen möchten, über die Optimierung der Berufs- und Arbeitsbedingungen die Patientenversorgung zu verbessern.

Windhorst: „Es ist wichtig, dass unsere jungen Kolleginnen und Kollegen in der Gesundheitspolitik eine starke Stimme bekommen. Alle Wege, um die Belange unseres Nachwuchs zukünftig besser wahrzunehmen, sind im Sinne der Sicherung einer guten Patientenversorgung wichtig. Deshalb biete ich dem Bündnis JUNGE ÄRZTE die Zusammenarbeit an. Vielleicht kann die Ärztekammer Sprachrohr und Motor eines gemeinsamen Engagements sein.“

Der Kammervorstand der ÄKWL hat bereits zu Beginn der aktuellen Legislaturperiode vor drei Jahren einen Arbeitskreis „Junge Ärztinnen und Ärzte“ eingesetzt, der sich unter anderem auch Fragen der ärztlichen Arbeitsorganisation unter Berücksichtigung von veränderten Lebensplanungen der medizinischen Nachwuchsgeneration widmet. „Es wäre wünschenswert, dass es zwischen unserem Arbeitskreis und dem neuen Bündnis zu einer Zusammenarbeit kommen könnte“, so Windhorst. Hierzu will der ÄKWL-Präsident mit dem Bündnis JUNGE ÄRZTE Kontakt aufnehmen und Vertreter nach Münster einladen. „Vielleicht finden wir ja Möglichkeiten, in Kooperation Ziele umzusetzen.“

Gemeinsames Ziel müsse es sein, durch Veränderung schlechter Arbeitsbedingungen und dem Stoppen negativer Entwicklungen im System unsere Kliniken und Praxen zukunftsfest zu machen. Es gilt, die Abwanderung des medizinischen Nachwuchses in patientenferne Tätigkeiten und ins Ausland zu verhindern. „Wir brauchen die jungen Ärzte für eine funktionierende und qualitativ hochwertige Medizin in unserem Land. Sie sind die Zukunft einer guten Patientenversorgung.“ Auch die Aus- und Weiterbildung der Nachwuchsmediziner leide unter den schlechten Rahmenbedingungen. „Qualität entsteht durch Qualifikation. Eine strukturierte, qualitativ hochwertige Weiterbildung ist die Grundlage für jede qualitätvolle ärztliche Versorgung der Patienten. Unser ärztlicher Fachkräftemangel muss durch gut aus- und weitergebildete Kolleginnen und Kollegen gewährleistet werden.“