Gemeinsame Pressemitteilung der Ärztekammer Westfalen-Lippe und der Frauen-Union NRW/Arbeitskreis Gesundheit-Soziales - Einsatz für eine frauen-gerechte Prävention und Gesundheitsversorgung

Zu einem regen Informations- und Erfahrungsaustausch über die aktuelle gesundheitspolitische Situation hat sich der Arbeitskreis Gesundheit-Soziales der CDU-Frauen-Union NRW mit dem Präsidenten der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Theodor Windhorst, getroffen. Die ehemalige Landesbehindertenbeauftragte und jetzige Vorsitzende des Arbeitskreises, Angelika Gemkow, hatte den Kontakt zur Ärztekammer hergestellt. Im Zentrum der Diskussion stand die geschlechtersensible Betrachtung von Krankheiten mit dem Ergebnis: Die gesundheitliche Situation

Zu einem regen Informations- und Erfahrungsaustausch über die aktuelle gesundheitspolitische Situation hat sich der Arbeitskreis Gesundheit-Soziales der CDU-Frauen-Union NRW mit dem Präsidenten der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr.  Theodor Windhorst, getroffen. Die ehemalige Landesbehindertenbeauftragte und jetzige Vorsitzende des Arbeitskreises, Angelika Gemkow, hatte den Kontakt zur Ärztekammer hergestellt. Im Zentrum der Diskussion stand die geschlechtersensible Betrachtung von Krankheiten mit dem Ergebnis: Die gesundheitliche Situation von Frauen und Männern und deren Umgang mit Gesundheit und Krankheit unterscheiden sich signifikant. Bei Herz-Kreislauferkrankungen bestehen bedeutsame geschlechterspezifische Unterschiede sowohl bei der Symptomatik und beim Krankheitsverlauf als auch beim Zugang zur medizinischen Behandlung und der Nachsorge.

„Wir wollen eine frauen-gerechte Prävention und Gesundheitsversorgung“, forderte Angelika Gemkow. „Wir wollen Medikamente, deren Wirkung auf die spezielle Frauengesundheit erforscht wurde. Arzneimittel sind in der Forschung in der Regel noch immer auf den männlichen Organismus ausgerichtet. Hier gibt es Handlungsbedarf in der Grundlagenforschung“.

Kammerpräsident Windhorst verwies auf die kontinuierlich zu diesem Thema angebotenen Fortbildungen, die insbesondere Themen der Besonderheiten in der Diagnostik und Therapie kardiovaskulärer Erkrankungen wie etwa Herzinfarkt oder Schlaganfall, psychischer und psychosomatischer Erkrankungen sowie den Unterschieden in der Pharmakotherapie aufgreifen. „Die Ärzteschaft ist in den letzten Jahrzehnten deutlich sensibler geworden für eine geschlechtsspezifische Betrachtung der Medizin“, so der Präsident Dr. Windhorst.

Einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Frauengesundheit könnte auch das Mammographie-Screening leisten. Seit 2009 wird diese Früherkennungsuntersuchung allen Frauen zwischen 50 und 69 Jahren angeboten. Zahlen über eine mögliche Senkung der Brustkrebs-Sterblichkeit sind allerdings erst in sieben bis zehn Jahren zu erwarten. „Die bisherigen Ergebnisse sind durchaus ermutigend – jetzt müsste nur noch die Teilnahmequote erhöht werden, damit wir aussagekräftige Ergebnisse erhalten können“, so Dr. Windhorst.

 

Bildunterschrift:

Der Arbeitskreis Gesundheit-Soziales der Frauen-Union NRW unter der Leitung von Frau Angelika Gemkow (vierte v. links) im Gespräch mit dem Präsidenten der ÄKWL, Dr. Theodor Windhorst.