Deutscher Ärztetag in Nürnberg - Windhorst: Wettbewerb im dualen System gewährleistet Zukunft der Patientenversorgung

Für den Wettbewerb im dualen System von gesetzlicher und privater Krankenversicherung hat sich der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Theodor Windhorst, heute auf dem 115. Deutschen Ärztetag in Nürnberg ausgesprochen. Ein von ihm eingebrachter Antrag wurde von dem Plenum der deutschen Ärzteschaft mit großer Mehrheit angenommen.

Für den Wettbewerb im dualen System von gesetzlicher und privater Krankenversicherung hat sich der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Theodor Windhorst, heute auf dem 115. Deutschen Ärztetag in Nürnberg ausgesprochen. Ein von ihm eingebrachter Antrag wurde von dem Plenum der deutschen Ärzteschaft mit großer Mehrheit angenommen.

„Das duale Krankenversicherungssystem hat sich in unserem Land bewährt“, sagt Windhorst. „Wir brauchen auch zukünftig den Wettbewerb um Leistung, damit die Finanzierung des Gesundheitswesens gesichert wird. Denn wir stehen durch die demographische Entwicklung und den medizinischen Fortschritt vor großen Herausforderungen.

Es sei notwendig, so der Kammerpräsident weiter, dass die ärztliche und medizinische Grundversorgung für alle Versicherten gewährleistet sei. Dabei müsse die Durchlässigkeit der beiden Versicherungssysteme deutlich verbessert werden, fordert Windhorst. Zudem müsse die private Krankenversicherung (PKV) ihre aktuellen Probleme wie Billigtarife für Einsteiger, übermäßige Beitragssteigerungen in der Folgezeit sowie überhöhte Vertriebskosten und Kostensteigerungen auf der Leistungsseite selbst in den Griff bekommen. Es dürfe nicht zu einer „GKVisierung der PKV“ kommen, warnt Windhorst. Vielmehr müsse die PKV eine der beiden tragenden Säulen des Gesundheitssystems bleiben. 

Medizinische Innovationen hätten in den vergangenen Jahren oft nur über die PKV Eingang in die ärztliche Versorgung der gesamten Bevölkerung gefunden. Im Gegensatz zum budgetierten System der gesetzlichen Krankenversicherung garantiere die PKV Therapiefreiheit und Freiberuflichkeit des Arztes. Nur über die private Krankenversicherung werde ärztliche Leistung angemessen honoriert. Windhorst: „Dadurch wird das Überleben zahlreicher Arztpraxen und Krankenhäuser gesichert und damit die Zukunft der Patientenversorgung gewährleistet.“


Nürnberg/Münster, 23. Mai 2012     18/12_hei