Burkert und Windhorst: Gemeinsamer Aufruf von Politik und Ärzteschaft zur Schweinegrippe-Impfung- „Impfen ist die wirksamste Waffe"

Die Schweinegrippe breitet sich derzeit schnell aus: Innerhalb der letzten Woche hat sich die Zahl der Neuerkrankungen auf etwa 3000 verdoppelt. Insgesamt sind bundesweit 30.000 Erkrankungsfälle bekannt. In Nordrhein-Westfalen haben sich bislang rund 7000 Menschen infiziert. Auch die schweren Verläufe bei der Neuen Grippe nehmen zu. Sechs Personen sind schon an der Schweinegrippe gestorben.

Um eine weitere dramatische Verbreitung der Schweinegrippe zu verhindern, setzen sich in Westfalen-Lippe der Landtagsabgeordnete Oskar Burkert (CDU) aus Hamm und der Präsident der Ärztekammer, Dr. Theodor Windhorst, gemeinsam für einen umfassenden Impfschutz ein. Beide sind sich einig: „Wir dürfen im Kampf gegen die Ausbreitung der Neuen Grippe nicht zögern. Dabei ist das Impfen unsere wirksamste Waffe.“ Es sei zu erwarten gewesen, dass zu Beginn des Herbstes die Grippewelle neu anwächst. Da nun genügend Informationen über die Verträglichkeit der Impfstoffe vorlägen, dürfe man sich mit den Impfmaßnahmen nicht länger Zeit lassen.  

Burkert sagt, die Menschen sollten sich mit dem Thema auseinandersetzen und schnell zu einer Entscheidung – „am besten pro Impfung“ - kommen. „Dies bedeutet nicht nur Selbstschutz, sondern auch Schutz des Nächsten, denn wer geimpft ist, kann seine Mitmenschen nicht mehr anstecken.“ 

Windhorst appelliert an die Verantwortung der Ärzte, im Sinne des Impfschutzes zu handeln und die Patienten auch in diesem Sinne zu beraten. Die Befürchtungen von unverträglichen Impfstoffen hätten sich bei den bisherigen Verabreichungen nicht bewahrheitet. „Bisher sind die Impfungen beschwerdearm abgelaufen.“ Der Kammerpräsident warnt auch vor den Folgen, die eine Schweinegrippe-Epidemie für die medizinische Versorgungslandschaft hätte. „Unsere Notfallversorgung würde bei einer Erkrankungsrate von 15 Prozent nahezu zusammenbrechen, weil dann 45.000 Intensivbetten fehlen würden“, verweist Windhorst auf eine entsprechende Untersuchung des Rheinisch Westfälischen Institutes für Wirtschaftsforschung (RWI). „Wir müssen das Szenario von überfüllten Kliniken verhindern“, so Kammerpräsident Windhorst.