Ausstellung „Unschärferelation“ von Dr. Hanswerner Herber

„Platon, Parmenides 140 a-b“ ist eines der Werke, das Dr. Hanswerner Herber im Ärztehaus Münster zeigt. (Foto: privat)

Durch intuitiven und lockeren Umgang mit Farben entstehen Werke als scheinbar improvisiertes Festhalten eines flüchtigen Augenblicks. Unter dem Titel „Unschärferelation“ zeigt Dr. Hanswerner Herber eine Auswahl seiner Werke auf Steinpapier in der ÄKWL.

Geboren 1946 in Paderborn studierte Hanswerner Herber zunächst in Münster Medizin, arbeitete 30 Jahre lang als Internist und ist bis heute als Psychotherapeut in eigener Praxis tätig. Die Malerei erschloss er sich autodidaktisch, bis heute feilt er beständig an seinen Arbeiten und Ausdrucksmitteln.

„Mimesis bezeichnete ursprünglich das Vermögen, mittels einer Geste eine Wirkung zu erzielen“, erklärt der Künstler. 

Nachahmung in seinen Werken verstehe sich vielmehr als Abbild der vielfältigen Synchronizität, wie sie für den Aufmerksamen regelmäßig im Alltag (und in der Therapie) auftrete. So entstehen Werke aus der Seele des Künstlers. Verstand, Ordnung und Kontrolle werden in seiner Kunst nebensächlich. Vielmehr geht es darum, auf die eigene innere Stimme zu hören und das Bild „wie von selbst“, von der Intuition geleitet, entstehen zu lassen. Dr. Herbers Werke beherbergen Innenwelten und beschreiben seine ungewissen Reisen in ein ausgefülltes Nirgendwo, in dem das Ich seinen Platz gefunden und ein Höchstmaß an künstlerischer Freiheit freigesetzt hat.

Die Ausstellung ist bis Ende April im Ärztehaus Münster, Gartenstraße 210–214, 48147 Münster, montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 13.30 Uhr für Besucherinnen und Besucher unter Berücksichtigung der jeweils geltenden coronabedingten Vorsichtsmaßnahmen geöffnet. Weitere Informationen zu Künstler und Werken gibt es unter www.individuatio.de.