Ausstellung: "Antlitz der Not: Mutter und Kind im Behelfskrankenhaus" - Prof. Dr. Joachim Gardemann zeigt Auswahl seiner Aquarelle

Eine Mutter wiegt liebevoll ihr Baby in den Armen; eine weitere füttert hingebungsvoll ihr Kind - es sind bewegende Momente, die Prof. Gardemann in seinen Aquarellen zeigt. Sie begeistern und berühren den Betrachter zugleich, denn sie illustrieren Begegnungen und Eindrücke aus seinen Einsätzen als Arzt, sie zeigen Szenen aus Krankenlagern in internationalen Krisengebieten.

Eine Mutter wiegt liebevoll ihr Baby in den Armen; eine weitere füttert hingebungsvoll ihr Kind - es sind bewegende Momente, die Prof. Dr. Joachim Gardemann in seinen Aquarellen zeigt. Sie begeistern und berühren den Betrachter zugleich, denn sie illustrieren Begegnungen und Eindrücke aus seinen Einsätzen als Arzt, sie zeigen Szenen aus Krankenlagern in internationalen Krisengebieten. Unter dem Titel „Antlitz der Not: Mutter und Kind im Behelfskrankenhaus“ präsentiert Joachim Gardemann bis Ende April eine Ausstellung mit 25 Werken in der Ärztekammer Westfalen-Lippe.

Die gemalten Gesichter lassen die schwere Geschichte der Mütter und Kinder in Darfur, Haiti, Mazedonien und anderen Krisengebieten dieser Welt erkennen und zeigen wahrhaftig mehr als eine zufällige Begegnung: Sie vermitteln das Erleben des Malers und Arztes selbst und spiegeln die Beziehung zwischen Hilfsbedürftigem und Helfer. „Mutter und Kind sind nicht als Fotografie abgebildet, sondern vor Ort flüchtig in einer Skizze festgehalten, die mit räumlichem und zeitlichem Abstand dann zum Aquarell ausgearbeitet wurde“, beschreibt Gardemann sein künstlerisches Schaffen, denn in vielen Ländern sei das Fotografieren in den Krisengebieten verboten. „Diese Dokumentationsform wahrt eine würdevolle Distanz zu den Opfern”, sagt er - und stellt auch sein persönliches Instrument zur Bewältigung des Erlebten dar.

Prof. Dr. Joachim Gardemann ist Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und öffentliches Gesundheitswesen sowie Gesundheitswissenschaftler. An der Fachhochschule Münster leitet er das Kompetenzzentrum Humanitäre Hilfe. Seit 1994 gehört er der Personalreserve für die internationale Soforthilfe des Deutschen Roten Kreuzes an und leistet immer wieder wertvolle Arbeit in Krisengebieten auf allen Kontinenten. So führten ihn Hilfseinsätze mehrfach nach Tansania, Mazedonien, in den Iran und Sudan, nach Sri Lanka, in die Volksrepublik China, nach Haiti, Jordanien und Sierra Leone. In seinen Aquarellen erzählt er eindrucksvoll von diesen Einsätzen - vor allem aber von seinen Begegnungen mit „Mutter und Kind“. „Die erste Begegnung mit dem leidenden Mitmenschen lässt uns innehalten, sei es in unserem alltäglichen Wirkungskreis zu Hause oder als Delegierte einer humanitären Hilfsorganisation in fernen Ländern”, beschreibt er.  

Die Ausstellung in der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Gartenstraße 210 - 214, 48147 Münster, ist bis Ende April montags bis donnerstags von 8.00 bis 17.00 Uhr und freitags von 8.00 bis 13.30 Uhr geöffnet.

 

Mutter und Kind auf Haiti