Ärztekammer befürwortet konsequenten Nichtraucherschutz - Windhorst: „Manchmal muss man die Menschen zu ihrem Glück zwingen“

Für ein verschärftes Nichtraucherschutzgesetz für Nordrhein-Westfalen setzen sich die Ärztekammern Westfalen-Lippe und Nordrhein ein. „Der Gesetzentwurf der rot-grünen Landesregierung ist ein wichtiger Schritt für einen konsequenten Schutz vor den krank machenden Folgen des Rauchens, aktiv wie passiv“, betont Ärztekammerpräsident Dr. Theodor Windhorst im Vorfeld des SPD-Landesparteitages am kommenden Samstag in Münster, auf dem Teile der Partei-Basis gegen den Gesetzentwurf mobil machen wollen und sich u. a. für einen Erhalt der Raucherkneipen aussprechen.

Für ein verschärftes Nichtraucherschutzgesetz für Nordrhein-Westfalen setzen sich die Ärztekammern Westfalen-Lippe und Nordrhein ein. „Der Gesetzentwurf der rot-grünen Landesregierung ist ein wichtiger Schritt für einen konsequenten Schutz vor den krank machenden Folgen des Rauchens, aktiv wie passiv“, betont Ärztekammerpräsident Dr. Theodor Windhorst im Vorfeld des SPD-Landesparteitages am kommenden Samstag in Münster, auf dem Teile der Partei-Basis gegen den Gesetzentwurf mobil machen wollen und sich u. a. für einen Erhalt der Raucherkneipen aussprechen.

Der Gesetzentwurf enthalte wichtige Nachbesserungen zu dem seit 2008 geltenden Nichtraucherschutzgesetz in NRW. Denn: „Nirgendwo sonst gibt es so viele Ausnahmeregelungen zu Lasten der bekannten gesundheitlichen Schäden durch Aktiv- oder Passiv-Rauchen bis hin zu den unheilbaren Krebserkrankungen“, betont Windhorst. Weiter sagt Windhorst: „Das Inhalieren von Rauchen ist eben ausnahmslos schädlich.“ Er appelliert an die politisch Verantwortlichen in NRW, dem Gesetzentwurf der Landesregierung ohne Änderungen zuzustimmen und sich endlich aus dem Schlusslicht-Dasein beim Nichtraucherschutz in Deutschland wegzubewegen. Das geltende Nichtraucherschutzgesetz in NRW sei unzureichend und ließe bundesweit die meisten Ausnahmen zu. „Es reicht hier nicht, halbherzig Anlauf zu nehmen. Es muss auch gesprungen werden“, fordert Windhorst. Mit Appellen an die Einsicht des Einzelnen sei es nicht getan. „Ähnlich wie bei der Anschnallpflicht im Auto braucht es auch beim Rauchen offenbar erst ein Gesetz, um vernünftiges Verhalten zur Selbstverständlichkeit zu machen. Man muss eben manchmal die Menschen zu ihrem Glück zwingen.“

Besonders positiv beurteilt Windhorst, dass der Schutz vor Rauch für Kinder und Jugendliche verbessert werden soll. Ein Rauchverbot an Schulen und auf Kinderspielplätzen wirke dort nicht nur durch rauchfreie Luft positiv, sondern erzwinge auch das wichtige, notwendige rauchfreie Verhalten.

Mit der Verabschiedung des verschärften Nichtraucherschutzgesetzes kann Nordrhein-Westfalen wie andere Bundesländer auch große  Vorbildfunktion erlangen.

 

 

27. September 2012    36/12_ssp