6. Westfälischer Ärztetag am 5. Juli 2013 in Münster

Zwischen Altruismus und ökonomischen Interessen:
Wann ist der Arzt ein „guter“ Arzt?

Die Antworten auf diese Frage fallen je nach Sichtweise höchst unterschiedlich aus und illustrieren so den Zwiespalt, in dem Ärztinnen und Ärzte heute in ihrer Arbeit zwischen Altruismus und ökonomischen Interessen stecken: Selbstverständlich sollen sie sich mit all ihrer Kraft dem Menschen widmen – salus aegroti suprema lex. Doch dann sind da auch noch ökonomische Kennzahlen und der enge Rahmen des Sozialgesetzbuches, die immer mehr die ärztlichen Möglichkeiten begrenzen. Ob und wie sich beide Seiten verbinden lassen, war die Leitfrage des 6. Westfälischen Ärztetages am 5. Juli 2013 in Münster.

Ärztekammer-Präsident Dr. Theodor Windhorst lud dazu alle Ärztinnen und Ärzte ins Ärztehaus an der Gartenstraße 210–214 ein. „Überlagern heute nicht vielfach marktwirtschaftliche Gebote unseren eigentlichen Heilauftrag und machen uns zu Gesundheitsverkäufern und die Patienten zu Kunden?“, fragte er und forderte zur Diskussion auf: „Müssen wir nicht um unsere ärztliche Entscheidungsfreiheit in der persönlichen Hinwendung zum Patienten kämpfen?“ Impulse für diese Diskussion gab es unter anderem in zwei einführenden Vorträgen. Prof. Heinz Lohmann, Gesundheitsunternehmer und Vorsitzender der Initiative Gesundheitswirtschaft, beleuchtete die Frage, wieviel „Wirtschaft” die Gesundheit braucht. Der Arzt und Buchautor Dr. Magnus Heier betrachtete anschließend das Image der Ärzte in der Bevölkerung — und worunter dieses Image leidet. Eine Gesprächsrunde mit hochkarätig besetztem Podium wurde neben der ärztlichen Sicht auch Ideen und Erwartungen aus Perspektive von Patienten und Politik erörtert.

Auch nach dem offiziellen Programm wurde weiterdiskutiert: Zum Abschluss des Ärztetages waren alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum traditionellen Sommerfest der Kammer in den Garten des Ärztehauses eingeladen.

ÄKWL-Hauptgeschäftsführer Dr. Michael Schwarzenau (Foto oben, r.) moderierte die Diskussion mit (v. l. n. r.) Gregor Bornes, Prof. Ferdinand M. Gerlach, Maria Klein-Schmeink, Prof. Eckhard Nagel und Ulrich Weigeldt und lud die Teilnehmer des Ärztetags zum Dialog mit dem Podium ein (Foto unten).

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