03.02.2020

Informationen zum Coronavirus – Hinweise zum Umgang mit Verdachtsfällen

Am 30. Januar 2020 hat die WHO festgestellt, dass es sich beim aktuellen Ausbruch des neuartigen Coronavirus in China um eine „Gesundheitliche Notlage mit internationaler Tragweite“ handelt. Das Bundesministerium für Gesundheit hat am 1. Februar auch bei begründeten Verdachtsfällen eine Meldepflicht für das neue Coronavirus 2019-nCoV für Ärztinnen und Ärzte ausgesprochen.

Zu den klinischen Anzeichen und Symptome der Erkrankung zählt hauptsächlich Fieber, wobei einige Patienten Schwierigkeiten beim Atmen haben. In der aktuellen noch laufenden Grippesaison sind das eher unspezifische Symptome, die tausende Patienten haben. Daher hat das Robert Koch-Institut RKI darauf hingewiesen, dass ein Verdachtsfall nur vorliegt, wenn ZUSÄTZLICH ein Aufenthalt in einem Risikogebiet in China (hier derzeit die Provinz Hubei) in den letzten 14 Tagen voranging ODER ein Kontakt zu einer an 2019-nCoV erkrankten Person nicht länger als 14 Tage zurückliegt.

Dann erfolgt zunächst unter Einhaltung hygienischer Maßnahmen (u. a. Mund-Nase-Schutz) eine körperliche Untersuchung und parallel eine Laboruntersuchung. Hierzu wird zum Beispiel ein Abstrich aus dem Rachenraum genommen. Neben der Labortestung auf 2019-nCoV wird auch auf weitere gängige Atemwegsinfektionen getestet, z. B. auf eine Infektion mit dem Influenzavirus.

Das zuständige Gesundheitsamt wird über den Verdachtsfall informiert, um unmittelbar Maßnahmen einzuleiten, wenn sich der Fall bestätigt.

Die Ärztekammer Westfalen-Lippe weist Ärztinnen und Ärzte in Praxis und Klinik auf den vom RKI erstellten Ablaufplan hin. 

Weitere Hinweise zum Umgang mit möglichen Verdachtsfällen gibt es unter folgenden Internetadressen:

CIRS-NRW

Critical Incident Reporting-System for Medical Care Nordrhein-Westfalen ist ein anonymes Berichts- und Lernsystem für kritische Ereignisse und Beinahe-Schäden in der Medizin.  [mehr...]

Kinder- und Jugendgesundheit

Die ÄKWL bietet Informationen zum Thema "Missbrauch und Vernachläs-
sigung bei Kindern und Jugendlichen erkennen und ärztlich behandeln".  [mehr...]

Versorgung von Flüchtlingen

Die Ärztekammer Westfalen-Lippe bietet hier Ärztinnen und Ärzten gebündelte Informationen und Materialien zu diesem Thema.  [mehr...]