30.12.2019

Aquarelle und zeichnerische Studien im Ärztehaus: Barbara Hagemann – Bildwelten

Barbara Hagemann stellt im Januar und Februar 2020 im Ärztehaus Münster aus. Die Ausstellung gewährt einen Einblick in ein weitgefächertes Werk, das über die Jahre im Privatem entstand und die Techniken Malerei, Zeichnung und Text umfasst. Zur Einführung in ihre „Bildwelten“ lädt die Münsteraner Künstlerin am 6. Januar von 11 bis 13.30 Uhr zu einer Vernissage ins Ärztehaus mit Bildvortrag.

Ein frühes, 1950 in Magdeburg entstandenes Aquarell der damals 15-jährigen Schülerin zeigt das naturalistisch-realistische Potential der Künstlerin. Dieses wird immer wieder deutlich, wenn sie aus naturkundlichem Interesse Studien zu Pflanzen herstellt, wie heilkundliche Blätter mit kurzen Notizen zu Blattform und Blüten versehen.

Spätere Pflanzenbilder stellen das abbildende Interesse in den Hintergrund, werden "leichter" und zartere Gebilde und spielen mit Figur-Grund und Farbverläufen. Trotz dieser malerischen Freiheiten bleiben sie an sichtbarer Realität orientiert, das heißt sie bleiben Abbilder.

Anders verhält es sich bei dem äußerst umfangreichen Konvolut kleinformatiger Bilder, in denen auf der Grundlage frei gesetzter Farbkleckse gegenständlich-zeichnerische Konturen und Eintragungen erfolgen. Über Assoziation werden Gestalten und Figuren sichtbar und Brücken zu inneren Erlebniswelten geschlagen. Es sind kleine intensive Preziosen und Bildwelten, die zum Teil traumhaft gefundene, surreale Qualitäten errei-chen. Die Wende zu diesen Bildern kam im Jahr 1980. Sehr nüchtern beschreibt Barbara Hagemann ihren Arbeitsprozess: „Ich setze Farben auf angefeuchtetem Papier. In die unwillkürlichen Farbverläufe zeichne ich assoziativ Figuren, die in szenische Zusammenhänge treten können. Wichtig ist, dass der Gestaltungsvorgang unbewusst assoziativ geschieht."

Biografie: 

Barbara Hagemann kam im Jahr 1952 von Magdeburg nach Münster. Sie war 1955 erste Abiturientin des Paulinums, eines damals reinen Jungengymnasiums. Mit ihrem Ehemann Klaus Hagemann verband sie ein ausgeprägtes kunstgeschichtliches wie naturwissenschaftliches Interesse. Während er im Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium und dem Münsteraner Naturkundemuseum lehrte oder Exkursionen unternahm, verfolgte sie ihre Studien im Privaten, organisierte und begleitete zusammen mit ihrem Mann bzw. ihrer Pfarrei Bildungsreisen. Zeichnerische Reiseimpressionen bilden ein weiteres Kapitel der Ausstellung. Wie viele Frauen ihrer Generation hätte sie länger studieren wollen. Ein Jahr nach Eheschließung gab sie, ebenfalls wie viele Frauen ihrer Generation, ihren Beruf (Grundschullehrerin) auf. Barbara Hagemann und ihr 2009 verstorbener Mann haben vier Kinder, und inzwischen sechs Enkel. Das Interesse an der Kunst und genauer Beobachtung hat sie weitergereicht.

Die Ausstellung „Barbara Hagemann – Bildwelten“ kann in der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Gartenstraße 210 – 214, 48147 Münster, montags bis donnerstags jeweils von 9 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 13.30 Uhr besichtigt werden. Am 6. Januar findet außerdem im Foyer des Ärztehauses von 11 bis 13.30 Uhr eine Vernissage statt.

Pflanzen, Reise-Impressionen und imaginäre Bilder stellt Barbara
Hagemann im Januar und Februar im Ärztehaus aus.

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