Befugnisse zur Weiterbildung

Ende 2021 auslaufende Befugnisse neu beantragen

Aktuelles zur Beantragung und Überprüfung der Weiterbildungsbefugnisse: Westfälisches Ärzteblatt Heft 3/2021, Seite 14 – 17


Weiterbildungsbefugte Ärztinnen und Ärzte gemäß Weiterbildungsordnung 2005

In der Datenbank erhalten Sie eine Übersicht über die weiterbildungsbefugten Ärztinnen und Ärzte in Westfalen-Lippe nach der Weiterbildungsordnung 2005.


FAQs für Weiterbilder

FAQS für Weiterbilder

Alle Antworten einblenden
Alle Antworten ausblenden
  • Ändern sich Rechte und Pflichten von Ärztin/Arzt in Weiterbildung und Weiterbilderin bzw. Weiterbilder?

    Ärztinnen/Ärzte in Weiterbildung haben die Pflicht einer ordnungsgemäßen, vollständigen und nachvollziehbaren Dokumentation. Auf dieser Grundlage besteht das Recht auf Bestätigung und Ausstellung eines wahrheitsgemäßen Weiterbildungszeugnisses durch die befugte Weiterbilderin/den befugten Weiterbilder. Auf Antrag der/des in der Weiterbildung befindlichen Ärztin/Arztes oder auf Anforderung durch die Ärztekammer ist innerhalb von drei Monaten und bei Ausscheiden unverzüglich ein Zeugnis auszustellen. Die zur Weiterbildung befugten Ärztinnen und Ärzte führen mit den in Weiterbildung befindlichen Ärztinnen und Ärzten nach Abschluss eines Weiterbildungsabschnitts, mindestens jedoch einmal jährlich, ein Gespräch, in welchem der Stand der Weiterbildung von beiden beurteilt und im eLogbuch dokumentiert wird. Bestehende Defizite müssen aufgezeigt und besprochen werden.

  • Wo finde ich Informationen über die bestehenden Weiterbildungsbefugnisse?

    Erteilte Weiterbildungsbefugnisse werden im Verzeichnis der befugten Ärztinnen und Ärzte auf der Internetseite der Ärztekammer veröffentlicht https://www.aekwl.de/fuer-aerzte/weiterbildung/befugnisse-zur-weiterbildung/datenbank-weiterbildungsbefugte-aerzte/

  • Was ist zu unternehmen, wenn es zu Unstimmigkeiten zwischen Assistenzärztin/Assistenzarzt und Weiterbilderin/Weiterbilder kommt?

    In solchen Fällen wenden Sie sich gerne an die Ärztekammer, die auf Anfrage vermittelnd tätig werden kann.

  • Was ändert sich bei den Weiterbildungsbefugnissen?

    Mit der Befugnis zur Weiterbildung soll zukünftig nicht nur der Umfang in zeitlicher Hinsicht beschrieben werden, sondern auch ausgewiesen werden, welche einzelnen Kompetenzen an der Weiterbildungsstätte vermittelt werden können. Die bisher erteilten Befugnisse gelten bis zum Ablaufen der Befristung weiter. Diese berechtigen vorläufig auch zur Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten, die ihre Weiterbildung nach der neuen WO abschließen wollen. Eine Überprüfung der bestehenden Befugnisse wird von der Ärztekammer schrittweise erfolgen. Sie werden nach und nach durch neue Befugnisse gemäß WO 2020 ersetzt.

  • Wie ist die Weiterbildung sicherzustellen?

    Die Weiterbilder/innen sind in der Pflicht, dafür Sorge zu tragen, dass die Kompetenzen nach der neuen WO und den dazugehörigen Richtlinien zum Inhalt der Weiterbildung vermittelt werden, die durchaus von der bisherigen WO abweichen können. Es liegt in der gemeinsamen Verantwortung von Weiterbildungsbefugten und Weiterzubildenden, darauf zu achten, dass die in der neuen WO vorgeschriebenen Kompetenzen vermittelt und erworben werden. Für die ordnungsgemäße Dokumentation (im Logbuch) sind beide Seiten gemeinsam verantwortlich. 

    Können bestimmte Anteile der Weiterbildung an der Weiterbildungsstätte nicht vermittelt werden, ist dafür Sorge zu tragen, dass durch Rotation oder Wechsel an eine andere, geeignete Weiterbildungsstätte die Weiterbildung in der vorgeschriebenen Weise absolviert werden kann. Rotationen und/oder Hospitationen sind hierbei der Ärztekammer im Vorfeld anzuzeigen. 

    Neben dem Kompetenzerwerb sind in der Regel Mindestweiterbildungszeiten vorgesehen und zu erfüllen.

  • Wie erfolgt die Dokumentation der Weiterbildung im elektronischen Logbuch?

    Das Nachhalten der Dokumentationen im eLogbuch liegt in der Verantwortung der sich in Weiterbildung befindlichen Ärztinnen und Ärzte (WBA). Die Aufgabe der Weiterbildungsbefugten ist es, dem WBA je nach individuell und tatsächlich erreichtem Kenntnis-/Kompetenzstand den Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in den Rubriken „Kognitive und Methodenkompetenz“ bzw. „Handlungskompetenz“ sowie die erreichte Anzahl nachzuweisender Richtzahlen und die zu dokumentierenden Weiterbildungsgespräche über das Logbuch zu bestätigen.  

    Mit dem elektronischen Logbuch wird zukünftig ein Instrument bereitgestellt, um die Planung der Weiterbildung vornehmen und die Dokumentation sowie Bewertung von erreichtem Wissens- und Erfahrungszuwachs übersichtlich erfassen zu können.
    Weitere Informationen erhalten Sie unter folgendem Link der Bundesärztekammer https://www.bundesaerztekammer.de/aerzte/aus-weiter-fortbildung/weiterbildung/elogbuch/

  • Kann die Weiterbildungsbefugnis mit einer Teilzeittätigkeit beantragt werden?

    Eine Weiterbildung hat grundsätzlich hauptberuflich und ganztägig zu erfolgen. Dies bedeutet, dass der Weiterbilder verpflichtet ist, die Weiterbildung ganztägig und hauptberuflich persönlich zu leiten sowie zeitlich und inhaltlich gemäß der Weiterbildungsordnung zu gestalten. Eine Aufteilung auf mehrere teilzeitbeschäftigte Weiterbildungsbefugte ist jedoch möglich, wenn durch komplementäre Arbeitszeiten insgesamt eine ganztägige Weiterbildung gewährleistet ist.

  • Wie viele Weiterbildungsbefugnisse kann ich beantragen?

    Eine Befugnis kann grundsätzlich nur für eine Facharztweiterbildung und/oder einer zugehörigen Schwerpunktbezeichnung und/oder einer Zusatz-Weiterbildung erteilt werden.

  • Was passiert bei Änderungen in der Weiterbildungsstätte?

    Die befugte Ärztin bzw. der befugte Arzt müssen Veränderungen in Struktur und GrößeDie befugte Ärztin bzw. der befugte Arzt müssen Veränderungen in Struktur und Größe der Weiterbildungsstätte unverzüglich der Ärztekammer anzeigen. Dies kann über das Änderungsformular der Ärztekammer mitgeteilt werden: http://www.aekwl.de/wbb-antrag-aenderung

  • Was ist bei Weiterbildungsprogrammen zu beachten?

    Im Weiterbildungsprogramm muss umschrieben werden, wie der Kompetenzerwerb vermittelt wird. Das Programm ist für jede/n Weiterbildungsassistenten/in individuell anzupassen und zu Beginn der Weiterbildung auszuhändigen. Weiteres kann der Hilfestellung zur Erstellung eines Weiterbildungsprogramms entnommen werden: http://www.aekwl.de/wbb-leitfaden-programme2020

  • Was ist der fachlich empfohlene Weiterbildungsplan?

    In einem von der Ärztekammer fachlich empfohlenen Weiterbildungsplan können die in der Weiterbildungsordnung umschriebenen Kompetenzen näher erläutert werden; dieser kann einen Rahmen für die didaktisch-strukturierte Vermittlung der Weiterbildungsinhalte geben. Diese von Bundesärztekammer zu entwickelnden Weiterbildungspläne werden zu gegebener Zeit auf der Internetseite der Ärztekammer zur Verfügung gestellt.

  • Was muss bei der Ausstellung von Weiterbildungszeugnissen beachtet werden?

    Das Weiterbildungszeugnis unterscheidet sich gravierend von dem Arbeitszeugnis. Das Weiterbildungszeugnis dient der wahrheitsgemäßen Darstellung des Weiterbildungsstandes. 

    Wichtige Hinweise finden Sie hier: http://www.aekwl.de/wbb-artikel-zeugnisse

    Zu beachten ist, dass die Verwendung bzw. Ausstellung eines nicht wahrheitsgemäßen Zeugnisses ein Berufsvergehen darstellt und entsprechende Konsequenzen nach sich ziehen können.

  • Warum ist die Antragstellung nach WO 2020 nur noch online möglich?

    Die Antragstellung für Weiterbildungsbefugnisse und Weiterbildungsstättenzulassungen nach neuer Weiterbildungsordnung vom 21.09.2019 (WO 2020) ist gem. Beschluss des Vorstandes der Ärztekammer Westfalen-Lippe vom 22.05.2019 grundsätzlich nur noch digital und nicht mehr in Papierform möglich!

    Zur elektronischen Antragstellung steht Ihnen hierzu das Kammerportal unter der Internetadresse https://portal.aekwl.de zur Verfügung. Zur Nutzung ist die Einrichtung bzw. das Vorhalten eines Portalzuganges unumgänglich.

    Beachten Sie bitte, dass die Antragstellung für Befugnisse und Zulassungen nach neuer Weiterbildungsordnung (WO 2020) einer gebietsbezogenen Systematik unterliegt. Aufgrund des zu erwartenden Antragsvolumens werden die Gebiete bis 2025 schrittweise an die neue Weiterbildungsordnung angepasst. Welche Gebiete im welchem Jahr zur Überprüfung und Neubeantragung anstehen, erfahren Sie durch öffentliche Bekanntmachung auf unserer Internetseite und im Westfälischen Ärzteblatt. Bereits nach alter Weiterbildungsordnung vom 09.04.2005 (WO 2005) befugte Weiterbildungsleiter/innen werden im Vorfeld des Auslaufens ihrer zeitlich befristeten Befugnisse direkt von uns angeschrieben.

    Bis dahin können jeweils noch Anträge auf Erteilung von Weiterbildungsbefugnisse und -stättenzulassungen nach alter Weiterbildungsordnung (WO 2005) auf dem herkömmlichen, d. h. schriftlichem Wege gestellt werden. Die entsprechenden Antragsformulare stehen Ihnen nach wie vor hier auf dieser Seite zur Verfügung. Bitte nutzen Sie diese Formulare nicht für eine Beantragung nach neuer Weiterbildungsordnung! Wir behalten uns vor, zweckentfremdete Formulare unbearbeitet postwendend an den/die Antragsteller/in zurückzusenden.

Sollten diese FAQs Ihnen nicht weiterhelfen, können Sie weitere Fragen zum Thema „WO 2020“ unter WO_2020@aekwl.de an uns richten!


Voraussetzungen für die Erteilung von Weiterbildungsbefugnissen/-stättenzulassungen

Weiterbildungsbefugnisse (Auszug § 5 WO)

  • Die Befugnis zur Weiterbildung kann nur erteilt werden, wenn die Ärztin / der Arzt die Bezeichnung führt, fachlich und persönlich geeignet ist und eine mehrjährige Tätigkeit nach Abschluss der entsprechenden Weiterbildung nachweisen kann. 
  • Für den Umfang der Befugnis ist maßgebend, inwieweit die an Inhalt, Ablauf und Zielsetzung der Weiterbildung gestellten Anforderungen durch die befugte Ärztin bzw. den befugten Arzt unter Berücksichtigung des Versorgungsauftrages, der Leistungsstatistik sowie der personellen und materiellen Ausstattung der Weiterbildungsstätte erfüllt werden können.

Weiterbildungsstättenzulassungen (Auszug § 6 WO)

  • Die für die Weiterbildung typischen Krankheiten müssen nach Zahl und Art der Patienten regelmäßig und häufig genug vorkommen. 
  • Personal und Ausstattung der Einrichtung müssen den Erfordernissen der medizinischen Entwicklung Rechnung tragen. 
  • Krankenhausabteilungen müssen eine regelmäßige Konsiliartätigkeit aufweisen.

Weiteres siehe: Merkblatt Allgemeine Voraussetzungen WO 2005


Gebührenpflichtige Anträge 

Gemäß der am 09.09.2020 in Kraft getretenen Fassung der Verwaltungsgebührenordnung vom 21.09.2019 werden für die Bearbeitung folgender Antragsarten 
Gebühren erhoben:

  • € 250,00 für Anträge auf Weiterbildungsstättenzulassung mit Ausnahme von Anträgen auf Zulassung einer Praxis
  • € 150,00 für Erstanträge (im Zuge der Übernahme der Leitungsfunktion in medizinischen Einrichtungen (Chefarzt-/Leitungswechsel))
  • € 150,00 für Anträge auf Verlängerung einer kommissarischen Weiterbildungsbefugnis

Die Verwaltungsgebühr wird je beantragter Bezeichnung erhoben, sie wird mit Eingang des Antrages fällig und ist Voraussetzung für die Antragsbearbeitung. 
Bitte überweisen Sie Verwaltungsgebühren erst nach Erhalt der mit entsprechenden Zahlungsinformationen versehenen Eingangsbestätigung.


Antragsarten/-formulare gem. WO 2005

reguläres Antragsverfahren

  • Erstmaliger Antrag (ohne bisherige Befugnis einer/s Vorgängerin/Vorgängers)
  • Erhöhungsanträge (Antrag auf Erhöhung des Umfangs einer bestehenden Befugnis)
  • Folgeanträge (Antrag nach Auslaufen einer Befristung)

Zur Beantragung regulärer Befugnisse sind einzureichen: 

vereinfachtes Antragsverfahren

Anträge auf Zulassung als Weiterbildungsstätte

  • Anträge sind optionaler Bestandteil der o. a. Formulare

Weiterbildungsprogramm

Gemäß § 5 Abs. 6 Satz 2 Weiterbildungsordnung (WO) ist dem Antrag auf Erteilung einer Weiterbildungsbefugnis ein gegliedertes Programm für die Weiterbildung zum Facharzt, in Schwerpunkten oder Zusatz-Weiterbildungen, für die die Befugnis beantragt wird, beizufügen. Satz 4 ergänzt, dass der zur Weiterbildung befugte Arzt dazu verpflichtet ist, dieses gegliederte Programm den unter seiner Verantwortung Weiterzubildenden auszuhändigen. Das Weiterbildungsprogramm ist als Rahmenplan zu verstehen, der einen Korridor für die individuelle Ausgestaltung des Weiterbildungsverhältnisses vorgibt, es muss daher bereits bei Begründung des Weiterbildungsverhältnisses vorliegen und an den Weiterbildungsassistenten überreicht werden. 

Hilfestellung für die Erstellung von Weiterbildungsprogrammen gem. WO 2005
 Vorlage Weiterbildungsprogramm - blanko - (WO 2005)

Hilfestellung für die Erstellung von Weiterbildungsprogrammen gem. WO 2020
 Musterprogramm FA Allgemeinmedizin (WO 2020)
 Musterprogramm ZB Phlebologie (WO 2020)
 Vorlage Weiterbildungsprogramm - blanko - (WO 2020)


Weiterbildungszeugnis

Zur Weiterbildung befugte Ärzte sind gem. § 9 WO 2020 vom 09.04.2005 generell dazu verpflichtet, einem in Weiterbildung befindlichen Arzt über die unter ihrer Verantwortung abgeleistete Weiterbildungszeit auf Antrag innerhalb von drei Monaten und bei Ausscheiden unverzüglich ein Zeugnis auszustellen, das im Einzelnen die erworbenen Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten darlegt und zur Frage der fachlichen Eignung ausführlich Stellung nimmt.

Hilfestellung und Informationen:
 Weiterbildungszeugnisse für Weiterbildungsleiter
 Weiterbildungszeugnis – Was ist zu beachten? [Quelle: Westfälische Ärzteblatt, 09/2017)