Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

Immer mehr Menschen möchten Vorsorge treffen für Lebensphasen, in denen sie ihre Angelegenheiten nicht mehr oder nur noch eingeschränkt selbst regeln können. Sie möchten Vorausverfügungen verfassen für Situationen, in denen sie ihre Entscheidungen nicht mehr persönlich treffen können. Die Ärztekammer Westfalen-Lippe stellt Patienten und Angehörigen einen Leitfaden zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht zur Verfügung und gibt Ärzten verschiedene Musterformulare (siehe Ressort Recht) an die Hand, die bei der Errichtung und Umsetzung von Vorsorgeverfügungen helfen sollen. 
Grundsätzlich werden drei Formen der Vorausverfügung unterschieden: Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung.

  • Bei der Patientenverfügung handelt es sich um eine schriftliche Vorausverfügung des Patientenwillens für Behandlungssituationen, die nicht unmittelbar bevorstehen. So kann festgelegt werden, welchen medizinischen Maßnahmen der Patient/die Patientin zustimmen oder welche er/sie ablehnen möchte, wenn er/sie den aktuellen Behandlungswillen nicht mehr selbst bilden oder zum Ausdruck bringen kann.
  • In der Vorsorgevollmacht kann die Vertrauensperson benannt werden, die sich rechtsverbindlich zum Patientenwillen äußern darf. Dies kann wichtig sein, wenn die Patientenverfügung die aktuelle Behandlungssituation nicht erfasst oder wenn es gar keine Patientenverfügung gibt. Mit der Vorsorgevollmacht wird eine Person beauftragt, die persönlichen Angelegenheiten für den Fall wahrzunehmen, dass man selbst dazu nicht mehr in der Lage ist. Die Vorsorgevollmacht ist die vom Gesetz vorgesehene Möglichkeit, die Einrichtung einer Betreuung zu vermeiden. Sie kann als Generalvollmacht erteilt oder sachlich auf Angelegenheiten der Gesundheitsvorsorge beschränkt werden.
  • Existiert eine Vorsorgevollmacht nicht oder ist diese nicht ausreichend,  können in  einer Betreuungsverfügung die Vertrauensperson(en) benannt werden, die vom Betreuungsgericht als Betreuer eingesetzt werden soll(en).

In den Internetseiten der gemeinsamen Patientenberatung der Ärztekammer und Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen Lippe finden Sie unter „Wissenswertes“ weitere Informationen und erhalten die Möglichkeit einer telefonischen Beratung zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung. 
Sie wünschen die Zusendung des Leitfadens zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht? Bitte rufen Sie uns unter der Telefonnummer 0251 929-9000 an. 
Zum Download steht Ihnen der Leitfaden zur Verfügung unter

Patientenverfügung  und Vorsorgevollmacht.
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