Qualitätssicherung in der Transfusionsmedizin

Jede mit der Anwendung von Blutprodukten beschäftigte Einrichtung (Krankenhäuser, Labore, Praxen) muß gemäß § 15 Transfusionsgesetz ein Qualitätssicherungssystem einrichten. Die Richtlinien der Bundesärztekammer zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Gesamtnovelle 2017) spezifiziert die Anforderungen des Transfusionsgesetzes und die Anforderungen an ein Qualitätsmanagement/-
Qualitätssicherungssystem.

Die Richtlinie schreibt vor, dass

  • ein Qualitätsmanagement-Handbuch zu erstellen und zu pflegen ist,
  • regelmäßige Selbstinspektionen (interne Audits) durchzuführen sind und
  • jährlich gegenüber der zuständigen Ärztekammer die Existenz eines den Hämotherapie-Richtlinien entsprechenden QS-Systems nachzuweisen ist und
  • jährlich (bis 01.03. des Folgejahres) einen Qualitätsbericht vom Qualitätsbeauftragten Arzt gem. den Anforderungen der Hämotherapie-Richtlinie erstellen zu lassen und der zuständigen Landesärztekammer vorzulegen. Im Landesteil Westfalen-Lippe wurden diese Vorgaben in den Dokumentationsbogen des Internen Audits integriert und werden nicht gesondert angefordert.
  • Es sind entsprechend qualifizierte Personen mit den Aufgaben eines Transfusionsverantwortlichen und eines Qualitätsbeauftragten zu betrauen. In Einrichtungen mit mehreren transfundierenden Abteilungen sind Transfusionsbeauftragte zu benennen und - wenn die Einrichtung an der Akutversorgung teilnimmt - eine Transfusionskommision einzurichten. In Ausnahmefällen kann auf die Benennung eines Qualitätsbeauftragten Arztes verzichtet werden (siehe Sonderfälle gem. 6.4.2.3.1 der Richtlinie Hämotherapie)

Umsetzung der Transfusions-Richtlinien in Westfalen-Lippe

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Ihre Ansprechpartnerinnen zum Thema Transfusionsmedizin: 

Dr. med. Andrea Gilles
Dr. med. Claudia Take

0251-929-2620
0251-929-2643

Uta Wanner0251-929-2629

 Anfragen zur Transfusionsmedizin per E-Mail: qs-haemotherapie@aekwl.de

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