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  • Wer muss eine Fachsprachenprüfung absolvieren?


    Wer bei einer Bezirksregierung in Nordrhein-Westfalen einen Antrag auf Approbation als Arzt/Ärztin oder auf eine Berufserlaubnis stellt und keinen Abschluss an einer deutschsprachigen Hochschule erworben hat, muss -soweit Deutsch nicht als Muttersprache beherrscht wird -die für eine ärztliche Tätigkeit erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache nachweisen.

    Nachgewiesen werden müssen:

    •    allgemeine Sprachkenntnisse durch Prüfungszeugnisse (Zertifikate), die zumindest den Anforderungen der Stufe B2 des „Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen“ (GER) oder einem gleichwertigen Sprachniveau entsprechen.

    (In Ausnahmefällen, wenn z. B.  die Hochschulzugangsberechtigung an einer deutschsprachigen Schule  oder im Rahmen einer dreijährigen deutschsprachigen berufsnahen Berufsausbildung erworben wurde, kann auf die Vorlage dieser Zertifikate verzichtet werden. Die Entscheidung darüber trifft die Bezirksregierung.)


    •    fachsprachliche Kenntnisse durch Prüfung bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe, wenn der Approbationsantrag bei der Bezirksregierung in Arnsberg, Detmold oder Münster gestellt wurde.


  • Wie erfolgen die Meldung zur Prüfung und die Terminvergabe?


    Für die Fachsprachenprüfung ist keine persönliche Anmeldung notwendig.
    Die Bezirksregierung, bei der der Approbationsantrag gestellt wurde, prüft die Unterlagen und sendet in den Fällen, in denen eine Fachsprachenprüfung notwendig ist, die erforderlichen Daten des Prüfungskandidaten an die ÄKWL.

    Die ÄKWL schickt danach ein Schreiben, in dem um Überweisung der Verwaltungsgebühr in Höhe von 300,00 Euro gebeten wird, an den Prüfungskandidaten. Darüber hinaus wird in diesem Schreiben auch die Möglichkeit gegeben, einen Terminwunsch für die Prüfung zu äußern.

    Nach Eingang der Verwaltungsgebühr wird von Seiten der ÄKWL zur Fachsprachenprüfung eingeladen.

    Die Prüfungen finden samstags statt. Die Termine werden von der Ärztekammer vergeben.

     
    Das Prüfungsergebnis wird dem Prüfungskandidaten nach der Prüfung mitgeteilt und in den Folgetagen an die zuständige Bezirksregierung übermittelt.

  • Wie ist die Prüfung gestaltet?


    Die Fachsprachenprüfung ist praxisnah gestaltet und findet vor einem Prüfungsausschuss statt, der aus drei Mitgliedern besteht, von denen mindestens zwei Mitglieder approbierte Ärzte sind.

    Sie hat eine simulierte Gesprächs- und Dokumentationssituation aus dem Krankenhausalltag im Mittelpunkt und besteht aus den folgenden drei Teilen, die jeweils 20 Minuten dauern:  


    •    Arzt-Patienten-Gespräch:


    Der Prüfungskandidat führt gegenüber einem simulierten Patienten, den ein ärztliches Mitglied des Prüfungsausschusses spielt, ein Anamnesegespräch durch, formuliert und erläutert Verdachtsdiagnosen, macht Vorschläge zur weiteren Diagnostik und Therapie und erklärt dem Patienten die vorgesehenen Maßnahmen.

    Neben dem sicheren Verstehen der Angaben des Patienten steht in diesem Prüfungsteil eine für einen Patienten klar verständliche Sprache unter Verwendung möglichst weniger Fremdwörter und medizinischer Fachtermini im Vordergrund.

    Der Prüfungskandidat darf sich schriftliche Aufzeichnungen machen.


    •    Dokumentation:


    Der Prüfungskandidat trägt die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen, medizinisch relevanten Informationen in einem Arztbericht zusammen. Gegebenenfalls während des Arzt-Patienten-Gesprächs angefertigte Aufzeichnungen dürfen genutzt werden. Ein PC zur Eingabe der Informationen steht zur Verfügung. Ein medizinisches Wörterbuch liegt aus und darf verwendet werden.

    Die Dokumentation findet in einem separaten Raum statt.


    •    Arzt-Arzt-Kommunikation


    Im dritten Prüfungsteil gibt der Prüfungskandidat zunächst die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an ein ärztliches Mitglied des Prüfungsausschusses weiter. Die Informationen sollen dabei prägnant – bei kompetentem Umgang mit medizinischem Fachwortschatz – dargestellt werden können.


    Der Prüfungskandidat antwortet anschließend den Fragen des Prüfers und setzt in eine kurze Liste gebräuchlicher medizinischer Fachbegriffe die jeweilige deutschsprachige Bezeichnung ein.

    Fachliche Nachfragen sind zulässig. Alle Antworten werden aber nur im Hinblick auf die fachsprachlichen Aspekte bewertet.

    Die Mitglieder des Prüfungsausschusses nehmen die Bewertung der Prüfung nach einem einheitlichen, strukturierten Schema vor und teilen das Ergebnis unmittelbar nach der Prüfung dem Prüfungskandidaten mit.

  • Wo gibt es im Bedarfsfall weitere Informationen?


    Sollten Sie weitere Fragen zur Fachsprachenprüfung haben, können Sie diese an die  E-Mail-Adresse fachsprachenpruefung@aekwl.de schicken.

    Darüber hinaus können Sie sich mit Fragen auch persönlich wenden an

    Frau Birgit Grätz                  0251 929-2302
    Frau Isabelle Gieseler       0251 929-2320


    Fragen zum Approbationsverfahren beantwortet Ihnen die jeweils zuständige Bezirksregierung. Alle wichtigen Informationen zur Approbation sind auch im Internet zusammengestellt. Sie können diese Informationen abrufen für


    •    die Bezirksregierung Arnsberg [hier]
    •    die Bezirksregierung Detmold [hier]
    •    die Bezirksregierung Münster [hier]

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