Fachsprachenprüfung

Die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) führt die Fachsprachenprüfung für ausländische Ärztinnen und Ärzte durch, die dazu von den Bezirksregierungen Arnsberg, Detmold oder Münster angemeldet worden sind.

Bei der ÄKWL ist das Organisationsbüro Fachsprachenprüfung für die Prüfungsorganisation zuständig.

 

 

Sie erreichen das Organisationsbüro unter fachsprachenpruefung@aekwl.de

Telefonisch können Sie sich an Frau Isabelle Gieseler und Frau Martha Blesse wenden:

Telefon: 0251/ 929-2121 Telefax: 0251/ 929-27 2122

Der Verfahrensablauf: 3 Schritte zur Fachsprachenprüfung

Verfahrensablauf

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  • 1. Schritt: Anmeldung durch die Bezirksregierung

    Nachdem Sie von der Bezirksregierung angemeldet worden sind, nimmt die ÄKWL unaufgefordert per E-Mail Kontakt zu Ihnen auf und bittet Sie die Verwaltungsgebühr in Höhe von 350,00 Euro zu überweisen. Sie werden zudem gebeten, den Zahlungsbeleg, ein Zertifikat, das Ihnen allgemeine Deutsch-Kenntnisse mindestens auf dem Sprachniveau B2 bescheinigt und einen Lebenslauf jeweils in elektronischer Form (beispielsweise als pdf-Datei) an die ÄKWL zu senden.

    Eine persönliche Anmeldung ist nicht möglich.

  • 2. Schritt: Überweisung und Unterlagen

    Bitte überweisen Sie die Verwaltungsgebühr auf das angegebene Konto und senden Sie die drei Unterlagen (Zahlungsbeleg, B2-Zertifikat, Lebenslauf) per E-Mail an:

    fachsprachenpruefung@aekwl.de

    Bei Erstprüfungen können Sie auch gerne einen Zeitraum angeben, in dem Sie die Prüfung ablegen möchten.

  • 3. Schritt: Terminabstimmung

    Die ÄKWL bestätigt Ihnen den Eingang der Unterlagen und nennt Ihnen einen Termin, für den Sie zur Prüfung vorgemerkt worden sind. Die Prüfungen finden in der Regel freitags und samstags statt. Sollten Sie den Termin nicht realisieren können, stimmen Sie bitte Alternativen mit dem Organisationsbüro ab.

    Etwa 10 Tage vor dem Prüfungstermin schickt Ihnen die ÄKWL die abschließende Einladung per E-Mail.

    Hinweis: Bei Terminabsagen nach Versand des Einladungsschreibens kann die Verwaltungsgebühr nicht mehr zurückerstattet werden.

    Bei Nicht-Bestehen kann die Prüfung so oft wie erforderlich wiederholt werden. Auch in diesem Falle erfolgt eine Anmeldung über die Bezirksregierung. Die Verwaltungsgebühr ist jeweils erneut zu entrichten.

Der Prüfungsablauf: 3 praxisnahe Teile

Die Fachsprachenprüfung ist praxisnah gestaltet und findet vor einem Prüfungsausschuss statt, der aus drei Mitgliedern besteht, von denen mindestens zwei Mitglieder approbierte Ärzte sind. In der Prüfung werden Fachsprachenkenntnisse im berufsspezifischen Kontext orientiert am Sprachniveau C1 erwartet.

Die Prüfung hat eine simulierte Gesprächs- und Dokumentationssituation aus dem Krankenhausalltag im Mittelpunkt und besteht aus den folgenden drei Teilen, die jeweils 20 Minuten dauern.

Prüfungsablauf

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  • 1. Teil: Arzt-Patienten-Gespräch

    Sie führen gegenüber einem simulierten Patienten, den ein ärztliches Mitglied des Prüfungsausschusses spielt, ein Anamnesegespräch durch, formulieren und erläutern Verdachtsdiagnosen, machen Vorschläge zur weiteren Diagnostik und Therapie und erklären dem Patienten die vorgesehenen Maßnahmen.

    Neben dem sicheren Verstehen der Angaben des Patienten steht in diesem Prüfungsteil eine für den Patienten klar verständliche Sprache unter Verwendung möglichst weniger Fremdwörter und medizinischer Fachtermin im Vordergrund.

    Sie dürfen sich schriftliche Aufzeichnungen (Notizen) machen.

  • 2. Teil: Schriftlicher Bericht

    Der Prüfungskandidat trägt die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen in einem Arztbericht zusammen. Dies soll – wo angegeben – in ganzen Sätzen erfolgen.

    Die zuvor während des Arzt-Patienten-Gesprächs angefertigten Notizen dürfen genutzt werden. Ein PC zur Eingabe der Informationen steht zur Verfügung. Ein medizinisches Wörterbuch liegt aus und darf verwendet werden.

    Die Dokumentation findet in einem separaten Raum statt.

  • 3. Teil: Arzt-Arzt-Kommunikation

    Im dritten Prüfungsteil geben Sie zunächst die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an ein ärztliches Mitglied des Prüfungsausschusses weiter. Die Informationen sollen dabei prägnant – bei kompetentem Umgang mit medizinischem Fachwortschatz – dargestellt werden.

    Sie lassen sich anschließend auf das weitere Gespräch mit dem Prüfer ein und setzen zum Schluss in eine kurze Liste gebräuchlicher medizinischer Fachbegriffe die jeweilige deutsch-sprachige Bezeichnung ein.

    Die Mitglieder des Prüfungsausschusses nehmen die Bewertung der Prüfung nach einem einheitlichen, strukturierten Schema vor und teilen Ihnen das Ergebnis unmittelbar nach der Prüfung mit. Sie erhalten von den Prüfern zudem ein Informationsblatt zum weiteren Verfahrensablauf.

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