Verfahren zur Zertifizierung von Perinatalzentren

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat für die Vorsorgung der Frühgeborenen hohe Anforderungen an die Strukturen und Prozesse von Perinatalzentren gestellt.

Perinatalzentren, die durch ÄKzert zertifiziert wurden

ÄKzert, die Zertifizierungsstelle der Ärztekammer Westfalen-Lippe, hat ein Verfahren zur Zertifizierung von Perinatalzentren entwickelt. Ziel ist es, denjenigen Zentren eine angemessene Außendarstellung ihrer Leistungsfähigkeit zu ermöglichen, die diese Anforderungen nachweislich erfüllen. Der hierzu erstellte Zertifizierungskatalog orientiert sich eng an den Vorgaben des G-BA.

Das Zertifizierungsverfahren folgt den üblichen Regeln. Nach Prüfung der einzureichenden Dokumente erfolgt ein Audit vor Ort. Nach erfolgreichem Abschluss erhält das Perinatalzentrum ein dem nachgewiesenen Level entsprechendes Zertifikat mit einer Gültigkeit von drei Jahren. Voraussetzung für die dreijährige Gültigkeit ist, dass keine anforderungsrelevanten Änderungen in den auditierten Bereichen oder beim Personal erfolgen und jährlich eine Erklärung dazu vorgelegt wird. 

Da die Ärztekammer über Daten zur fachlichen Qualifikation der ärztlichen Leitung und deren Mitarbeiter verfügt, ist mit Zustimmung der betreffenden Ärzte eine Einsichtnahme der Zertifizierungsstelle in diese Daten möglich, so dass der Nachweisaufwand für das Perinatalzentrum an dieser Stelle stark vereinfacht werden kann. Das schließt auch die geforderte Zulassung als Weiterbildungsstätte ein.

Die Auditierung erfolgt durch einen erfahrenen Auditor mit Facharztqualifikation. Beim Audit wird die Personalbindung im Zentrum bewusst niedrig gehalten. Es werden nur die für den Nachweis der Forderungen nötigen Mitarbeiter in das Audit einbezogen.

Die Ärztekammer bietet über ÄKzert ein Verfahren an, welches die Herausforderungen der Arbeitsverdichtung im heutigen Klinikalltag so weit wie möglich berücksichtigt. Es erlaubt den Kliniken mit vertretbarem Aufwand gegenüber der Fachwelt und der Öffentlichkeit nachzuweisen, dass sie den hohen Anforderungen an die Struktur- und Prozessqualität der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses gerecht werden. Die Kliniken schaffen damit das Vertrauen in eine Versorgung der Risikogruppe der Frühgeborenen auf hohem Niveau.

Für weitere Informationen steht Ihnen unser Informationsblatt zum Download zur Verfügung.

Ihre AnsprechpartnerInnen zum Thema Zertifizierung:

       

Uta Kaltenhäuser

0251 929-2629

Dr. Hans-Joachim Bücker-Nott

0251 929-262

Die Zertifizierungsstelle erreichen Sie per E-Mail: perinatalzentren@aekwl.de

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