05.09.2019

Kammerwahl 2019 – Präsidenten wünschen sich hohe Wahlbeteiligung - Mit starkem Mandat für das Wohl der Patienten einsetzen

Für eine hohe Wahlbeteiligung bei den anstehenden Kammerwahlen der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) setzen sich ÄKWL-Präsident Dr. Theodor Windhorst und Vize-Präsident Dr. Klaus Reinhardt ein. Windhorst, der nach 14-jähriger Amtszeit nicht mehr kandidiert, wünscht seinem Nachfolger im Amt „bei der Mitgestaltung eines qualitätvollen Gesundheitswesens ein starkes gesundheitspolitisches Mandat für die Ärzteschaft“, das umso gewichtiger sei, je höher die Wahlbeteiligung ausfällt. „Eine hohe Wahlbeteiligung signalisiert besonders für die politischen Partner im Gesundheitswesen Stärke bei der Lösung von Problemen in der Patientenversorgung.“ Aufgabe der Ärzteschaft sei es, sich der gesellschaftlichen Verantwortung zu stellen und sich aktiv in die Gestaltung eines qualitätsvollen Gesundheitswesens zum Wohl der Patienten einzubringen, so Windhorst und Reinhardt im aktuellen Westfälischen Ärzteblatt.

Die Ärztekammer hat sich nach Ansicht der Präsidenten in den vergangenen Jahren in Diskussionen, Abstimmungen und in Entscheidungsprozesse eingemischt und mitgewirkt – sie werde dies auch künftig tun. Ihre Expertise sei gefragt und werde gehört. „Die Ärztekammer kann und will einen Beitrag zur Gestaltung und Planung der künftigen Gesundheitsversorgung - ambulant, stationär, im Öffentlichen Gesundheitsdienst oder auch in der Rehabilitation - im Land leisten.“ Das Votum der Kammerangehörigen verleihe der Stimme der ÄKWL als Stimme der gesamten Ärzteschaft dabei zusätzliches Gewicht.

Nicht minder wichtig sei das kontinuierliche Eintreten der Kammer für die Interessen des gesamten Berufsstandes, so Windhorst und Reinhardt weiter: „Die Ärztekammer steht für ärztliche Freiberuflichkeit in Klinik, Praxis und anderen Bereichen und verteidigt diese gegen die immer stärkere Kommerzialisierung der medizinischen Versorgung. Sie wendet sich gegen die Aushöhlung des ärztlichen Berufsbildes, tritt für Arztentlastung statt Arztersatz ein - niemand braucht eine neue Zwischenebene in der Gesundheitsversorgung, die durch Substitution ärztlicher Arbeit entstünde. Damit wehrt sich die Ärztekammer gegen den Aufbau einer Zwei-Klassen-Medizin - es zählt der Arztvorbehalt!“

Zentrale Aufgabe der Ärztekammer sei die Gestaltung ärztlicher Weiterbildung. Mit einer bundesweit einzigartigen Weiterbildungs-Evaluation und Beratungsangeboten fördere die ÄKWL nachhaltig „Qualität durch Qualifikation“. Eine gute Weiterbildung komme Ärzten und Patienten gleichermaßen zugute, die Knappheit bei Ärzten und Gesundheitsfachberufen zwinge zu nachhaltigem Einsatz dieser Ressourcen in der Patientenversorgung. Ein weiterer Beitrag der Ärztekammer zur Patientenversorgung sei – soweit für den Berufsstart von Ärztinnen und Ärzten in Deutschland erforderlich – die Abnahme von Fachsprachenprüfungen. „Heilkunst braucht Sprachkunst!“

Von der Möglichkeit zur aktiven Mitgestaltung der Ärztekammer machten laut Kammerangaben bei den letzten Wahlen im Jahr 2014 rund 47 Prozent der Kammerangehörigen Gebrauch.

Dateien:
24_19_Kammerwahl.pdf49 K

Datenschutzrecht

Am 25.05.2018 ist die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (EU-DS-GVO 2016/679) und das neue Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) in Kraft getreten. Die Neuregelungen verursachen Änderungen im Bereich des Datenschutzes.  [mehr...]

Twitter

Die Ärztekammer Westfalen-Lippe twittert!
Unter https://twitter.com/psaekwl möchte die Pressestelle der ÄKWL aktuell, kurz und übersichtlich über Aktivitäten und Positionen der Ärztekammer, gesundheits- und berufspolitische Themen sowie für die westfälisch-lippische Ärzteschaft relevante Veranstaltungen informieren.   [mehr...]

Vorstandsbericht

Der Bericht des Vorstandes für das Jahr 2018 liegt nun vor. Sie erhalten einen Überblick über die Arbeit der Ärztekammer Westfalen-Lippe im zurückliegenden Berichtsjahr.  [mehr...]