03.05.2019

73. Fort- und Weiterbildungswoche der Akademie für medizinische Fortbildung der ÄKWL und der KVWL auf Borkum - Mediziner bilden sich auf Borkum fort

„Borkum fühlt sich an, als ob man nach Hause kommt“, sagt Dr. Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL). Denn bereits zum 73. Mal kommen rund 2.000 Ärzte, Psychologische Psychotherapeuten und Angehörige anderer medizinischer Berufe aus Westfalen-Lippe auf die Insel, um sich fort- und weiterzubilden. Vom 4. bis zum 12. Mai bietet die Akademie für medizinische Fortbildung der ÄKWL und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) knapp 100 Kurse, Seminare und Workshops mit mehr als 230 Kursleitern und Referenten zu aktuellen medizinischen Themen an.

Wissenserwerb und kollegialer Austausch, „gemeinsam lernen, miteinander diskutieren“ stehen laut Dr. Windhorst im Vordergrund: „Auf der Insel werden Netze geknüpft!“ „Die Fortund Weiterbildungswoche auf Borkum ist etwas Besonderes“, meint auch Prof. Dr. Dr. Hugo Van Aken, Vorsitzender der Akademie. Das enorme Wissen aus den verschiedenen Fachgebieten und Disziplinen, das in dieser Woche auf der Insel vertreten sei, ermögliche es, gemeinsam mit- und voneinander zu lernen.

Viele Teilnehmer bringen ihre Familien mit auf die Insel, um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Dem trägt ein Rahmenprogramm Rechnung, das auch Inselbewohnern und Urlaubern offensteht:

Zu seiner Lesung „Aeskulaps Aperçus“ lädt Prof. Dr. Bernhard Lembcke am Mittwoch, 8. Mai, um 19 Uhr in den Lesesaal der Kulturinsel ein. In essayistischen Erzählungen malt er ein facettenreiches, atmosphärisch dichtes Bild aktueller gesellschaftlicher und politischer Eindrücke und lädt zum eigenen Erinnern und Nachdenken ein. Der Eintritt ist frei.

„Tierisch“ wird es dagegen am Mittwoch, 8. Mai, um 20 Uhr im Großen Saal der Kulturinsel. Die Dortmunder Zoo-Tierärztin Dr. Christine Osmann präsentiert Bilder und Videos aus dem zootierärztlichen Alltag und erläutert, wie dabei Tier- und Humanmediziner gemeinsam arbeiten. Prävention, Infektionskrankheiten, Notfall- und Reproduktionsmedizin stehen thematisch auf dem Programm. „Wenn der Allrounder auf den Spezialisten trifft“ ist der Titel ihres Vortrags, der gegen 15 Euro Eintritt besucht werden kann.

Nicht nur Ärzte, sondern jeder kann Leben retten, ist die Idee, die hinter dem Laien-Reanimationstraining unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Hugo Van Aken steht. In einem Zelt auf der Strandpromenade können alle Interessierten am Sonntag, den 5. Mai sowie am Montag, 6. Mai, jeweils von 10 bis 16 Uhr unter Anleitung erfahrener Ärztinnen und Ärzte die Herzdruckmassage üben, um im Ernstfall einen Menschen vor dem Tod bewahren zu können. Denn „ein Herzstillstand ist eine lebensbedrohliche Situation, in der schnelle Hilfe wichtig ist“.

Wenn für den einen nach Hirntod jede Hilfe zu spät kommt, kann das eine Chance für einen anderen Menschen sein. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) informiert am Dienstag, 7. Mai, von 10 bis 17 Uhr an einem Informationsstand auf der Strandpromenade über das Thema Organspende.

Auch ein musikalisches Angebot ist dabei: Georg Gusia, Dekanatskirchenmusiker aus Bielefeld, spielt am Dienstag, 7. Mai, von 20.30 bis 21.30 Uhr in der Evangelisch-lutherischen Christus-Kirchengemeinde auf der Orgel. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Kirchengemeinde sowie für die Andenhilfe (terre des hommes – www.tdh.de) wird gebeten.

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