29.09.2017

Kammerpräsident würdigt solide, effektive und verantwortungsvolle Arbeit von Eurotransplant - Windhorst: Beste Unterstützung ist das Ausfüllen eines Organspendeausweises

Anlässlich des 50jährigen Bestehens der gemeinnützigen Stiftung Eurotransplant würdigt der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Theodor Windhorst, die „wichtige und lebensrettende Arbeit im Sinne der Organspende“ der Organisation mit Sitz im niederländischen Leiden. Gerade in unruhigen Zeiten mit Skandalen und Negativmeldungen sei eine verlässliche und bewährte Institution wie die 1967 gegründete Eurotransplant von großer Bedeutung für das Organspendewesen und die Transplantationsmedizin. Eurotransplant vermittelt nach eigenen Angaben jährlich etwa 7.000 Spenderorgane. Die Stiftung begeht in der kommenden Woche mit einem Kongress unter dem Motto „Together on a life-saving mission“ in Noordwijk das eigene Jubiläum.

Windhorst: „Ich gratuliere Eurotransplant zum 50jährigen Bestehen und bedanke mich für die über Jahrzehnte geleistete solide, effektive und verantwortungsvolle Arbeit und das vertrauenswürdige Engagement aller Beteiligten für die Organspende. Nur mit Hilfe dieser und ähnlicher Institutionen in anderen europäischen Regionen ist es möglich, die Organspende voranzubringen. Die Transplantationsmedizin musste in der jüngsten Vergangenheit ein tiefes Tal durchqueren. Mit dem auch zukünftigen Einsatz von Eurotransplant wird es hoffentlich bald wieder aufwärts gehen.“ Die Arbeit von Eurotransplant sei absolut unterstützenswert. Erleichtert würde diese am ehesten durch eine Organspende, so Windhorst. „Die beste Unterstützung für die Transplantationsmedizin ist das Ausfüllen eines Organspendeausweises“, sagt der Kammerpräsident.

Die Stiftung Eurotransplant ist als Service-Organisation verantwortlich für die Zuteilung von Spenderorganen in den Benelux-Staaten Belgien, Niederlande und Luxemburg sowie Deutschland, Kroatien, Österreich, Ungarn und Slowenien und arbeitet hierzu eng mit den Organspende-Organisationen, Transplantationszentren, Laboratorien und Krankenhäusern zusammen. Die völlig unabhängige Zuteilung von Organen basiert dabei ausschließlich auf medizinischen und ethischen Gesichtspunkten. Die Vorteile der internationalen Zusammenarbeit ergeben sich laut Eurotransplant zum einen aus einem gemeinsamen Spender-Meldesystem, zum anderen aus einer zentralen Warteliste.

Windhorst erneuert in diesem Zusammenhang seine Kritik an der in Deutschland geltenden „Informationslösung“, die noch keine nachhaltige Besserung der Situation für die Organspende gebracht habe. „Im Gegenteil: Die Spendebereitschaft nimmt weiter ab. Deutschland ist nach wie vor Organ-Importland.“ Es müsse weiterhin alles unternommen werden, um die Spendenbereitschaft zu steigern. 

Nicht nur die Motivation, auch die strukturellen und finanziellen Voraussetzungen für Organspenden in Krankenhäusern müssten weiter verbessert werden, fordert Dr. Windhorst abschließend: „Die Transplantationsbeauftragten in den Kliniken brauchen bessere Bedingungen zur Erfüllung ihrer Aufgaben.“ Dazu gehörten mehr Personal sowie die Stärkung der Transplantationsbeauftragten durch Freistellung und Gewährleistung ihrer unabhängigen Funktion. „Transplantationsbeauftragte müssen für ihre Arbeit aus dem Routinebetrieb eines Krankenhauses herausgenommen werden und autarker als bisher agieren können.“

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