02.03.2017

Neue Ausstellung im Ärztehaus "Bilder 1970 – 2016: eine Werkschau von Dr. Florian Paelz"

„Kunst: Morphologie menschlicher Empfindungen“, fasst Dr. Florian Paelz, Maler und Facharzt für Anästhesiologie im Ruhestand, sein Verständnis vom kreativen Schaffensprozess zusammen. Im März und April zeigt er eine Auswahl seiner Bilder aus der Zeit von 1970 bis 2016 im Ärztehaus in Münster.

Fantasievoll wirken die Bilder von Dr. Paelz, dennoch haben sie ihren Ursprung in der Realität des Künstlers und sind kreativer Ausdruck dieser Wirklichkeit. Dr. Florian Paelz wurde 1947 in Shanghai als Sohn des deutschen Geschäftsmanns Paul Paelz und seiner chinesischen Ehefrau Ming-Yuen geboren. Als Fünfjähriger kam er nach der Ausweisung seines Vaters nach Deutschland und verbrachte nach dessen Tod 1953 seine Kindheit im Kinderheim St. Mauritz in Münster. Nach Handelsschule, einer Ausbildung zum Großhandelskaufmann sowie zur Gastronomiefachkraft, holte er das Abitur am Abendgymnasium in Köln nach und begann schließlich in den 70er Jahren ein Studium der Malerei an der Kunstakademie in München bei Raimer Jochims. Als sein Professor die Kunstakademie verließ, wandte sich Paelz der Medizin zu. „Ich brauchte etwas Handfestes, Greifbares, etwas, das mich ganz beanspruchte und mich festhielt und woran ich mich festhalten konnte“, begründet er seinen damaligen Entschluss. Seine positive, lebensbejahende Grundstimmung voller Energie und Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, strahlte er beruflich auch in leitender Funktion als Chefarzt in seinem Fachgebiet auf seine Mitarbeiter und das Krankenhausumfeld aus. 2012 ging er in den Ruhestand und widmete sich erneut der Malerei.

Die Themen seiner Bilder sind dabei so vielseitig wie seine Biografie. Die subjektiven Eindrücke und Erlebnisse, die Dr. Florian Paelz in ihnen kreativ verarbeitet, reichen von inspirierenden Abenden als junger Kunststudent am Fuße des florentinischen Arno bis hin zu kürzlich gemachten bedrückenden Erfahrungen bei der Mithilfe zur Bewältigung der medizinischen Versorgung in Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge. Die dominierende Rolle der Farben, die auch die Werke seines früheren Lehrers Raimer Jochims kennzeichnet, findet man in seinen Acrylbildern wieder und gerade dieser Einsatz von Farbe verstärkt ihre Lebendigkeit. Zum Katalog „Bilder 1970 - 2016“ schrieb Jochims dem ehemaligen Schüler folgende Zeilen: „Ich finde Ihre Arbeiten phantasievoll, vielseitig und vielfältig, changierend zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. […] Ihre Bilder sind in meinen Augen sorgsam gemacht, nicht epigonal, leise und feinfühlig“.

Dr. Florian Paelz präsentiert seine Gemälde noch bis Ende April im Ärztehaus. Die Ausstellung in der Gartenstraße 210 - 214, 48147 Münster, ist montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 13.30 Uhr geöffnet.

 
Dr. Florian Paelz mit seinem Bild „Bootsverleih” aus dem Jahr 2015.

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